Investition in die Zukunft: Türkei konzentriert sich auf Afrika

Die Türkei orientiert sich immer mehr gen Afrika. Und das im großen Stil. Das Land eröffnet neue Botschaften, knüpft bilaterale politische Bande, investiert in humanitäre Projekte, öffentliche Bildung, soziale Wohlfahrt und zu guter Letzt auch in die Infrastruktur des Schwarzen Kontinents. Das ist das Ergebnis einer kürzlich in Istanbul stattgefundenen Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung Stiftung.

Mehr als 20 politische Fachleute und Diplomaten aus verschiedenen afrikanischen Staaten haben sich am 5. November zur jährlichen Konferenz über Frieden und Sicherheit am Horn von Afrika der Friedrich-Ebert-Stiftung Stiftung in Istanbul getroffen. Das berichtet Turkish Weekly.

In diesem Zusammenhang stellte Dr. Ismail Wais, Wirtschaftsberater des Präsidenten, Djibouti, heraus, dass der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan das einzige Staatsoberhaupt gewesen sei, das Somalia während der schlimmen Krise im Jahr 2010 besucht hätte und dem Land noch heute solidarisch zur Seite stehe. „Das hat die Herzen der somalischen Bevölkerung zutiefst berührt.“ (auf einer Somalia-Konferenz in London wurde das Engagement der Türkei bereits gelobt – mehr hier) Die Türkei habe am Horn von Afrika verschiedene ökonomische Interessen. Bereits in zwei Wochen, so fährt er fort, erwarte man in Djibouti eine türkische Delegation, um ein neues Memorandum zwischen den beiden Staaten zu unterzeichnen.

Bis Ende 2012 34 neue Botschaften in Afrika

„Wir versuchen, die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen auf eine neue Ebene zu bringen“, erklärt hierzu auch Peter Kagwanja, Direktor des Afrika-Institut und politischer Berater der Regierung. Mit dieser Politik, stellt der Wissenschaftler heraus, investiere die Türkei in ihre Zukunft, insbesondere aber auch in die von Somalia (auch Tunesien greift die Türkei unter die Arme – mehr hier).

Bis zum Ende des Jahres 2012, so kündigte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu an, soll sich die Zahl der türkischen Botschaften in Afrika auf insgesamt 34 Niederlassungen erhöhen. Neben neuen Botschaften in Niger, Namibia, Gabun, Burkina Faso, Tschad und Guinea solle es dann auch eine in Djibouti geben (das umfassende Engagement in Afrika wurde bereits Ende 2011 angekündigt – mehr hier).

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