Nach der Wahl: Barack Obama plant keine Türkei-Visite

„Back to Business“ lautet für US-Präsident Barack Obama das Credo bereits einen Tag nach seiner Wiederwahl. Ein Besuch der Türkei steht zu Beginn seiner zweiten Amtsperiode allerdings nicht auf dem Programm. Das gab nun der US-Botschafter in Ankara, Francis J. Ricciardone, bekannt.

Im Augenblick gäbe es von Seiten Barack Obamas keine Pläne, seine erste Auslandsreise nach der Wiederwahl in die Türkei zu machen, stellte Francis J. Ricciardone bereits am Mittwoch vor der türkischen Presse heraus. „Als Botschafter hier würde ich es natürlich sehr gerne sehen, wenn er in die Türkei käme“, so der Diplomat auf aktuelle Spekulationen, dass der neue, alte US-Präsident schon bald eine Türkei-Visite vorhabe (in der Türkei ist die Unterstützung für Obama groß – mehr hier).

Doch Ricciardone zeigte sich überzeugt, dass Barack Obama kurz vor der Präsidentschaftswahl keine konkreten Pläne für Auslandsreisen geschmiedet habe. Darüber hinaus gab er zu Bedenken, dass auch Obama nach dem anstrengenden Wahlkampf etwas Ruhe gebrauchen könnte (Sorgen bereiten Beobachtern derweil Krisenherde wie etwa Syrien, die sich auf die Beziehungen auswirken könnten – mehr hier).

Barack Obama: Letzter Türkei-Besuch im April 2009

Zuletzt war der US-Präsident im April 2009 im Rahmen seiner Europatour für eine zweitägige Visite in der Türkei zu Gast. Zugleich war es seine erste Reise als Präsident in ein muslimisch geprägtes Land.

Und wie steht es dieser Tage um einen erneuten Besuch in Berlin? Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hoffe, so berichtet der Nachrichtensender n-tv, dass Obama die von Kanzlerin Angela Merkel ausgesprochene Einladung schon bald annehmen werde. „Er hatte ein außergewöhnliches Erlebnis hier als Senator, und ich weiß, er will zurückkehren“, zitiert das Medium Murphy. In der Tat ist vielen Berlinern Obamas Auftritt im Jahr 2008 als er während seines ersten Präsidentschaftswahlkampfs in der Hauptstadt weilte und an der Siegessäule vor rund 200.000 Menschen sprach unvergessen. Seither blieb er Berlin allerdings fern. Denn ein Wunsch wurde dem heutigen US-Präsident damals im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Ronald Reagan im Jahr 1987 verwehrt: Eine Rede vor dem symbolträchtigen Brandenburger Tor.

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