Tapfere Malala Yousafzai: Rufe nach Friedensnobelpreis werden laut

Noch ist die 15-jährige Malala Yousafzai im Queen Elizabeth Krankenhaus in Birmingham. Langsam erholt sie sich von dem Kopfschuss, den sie bei einem Attentat der Taliban Anfang Oktober erlitt. Doch schon jetzt werden Rufe laut, dass dieses kleine pakistanische Mädchen für ihren Mut und ihr Engagement einer ganz besonderen Auszeichnung bedarf: Sie soll den Friedensnobelpreis bekommen.

Zehntausende Briten, so berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, hätten sich an diesem Freitag an die Regierung gewandt und diese aufgefordert, Malala Yousafzai für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Die 15-Jährige fiel am 9. Oktober auf den Nachhauseweg von der Schule einem Attentat der Taliban zum Opfer. Dieser war der Tenager, dessen Einsatz für Mädchenbildung international gelobt wurde, schon länger ein Dorn im Auge. Kurz nach den dramatischen Ereignissen in Pakistan wurde Malala zur Behandlung in eine Spezialklinik nach Birmingham gebracht. Mittlerweile befindet sie sich offenbar auf dem Weg der Besserung. Schon vor einigen Tagen soll sie bereits wieder nach ihren Schulbüchern verlangt haben.

Malala Yousafzai spricht für alle, die wegen ihres Geschlechts keine Ausbildung machen dürfen

Der hinterhältige Angriff auf die junge Frauenrechtlerin wurde international verurteilt. Die aktuelle, britische Kampagne, die sich direkt an Premier David Cameron und andere hochrangige Regierungsvertreter wende, sei, so Reuters weiter, von Shahida Choudhary, einer pakistanisch-britischen Frau, initiiert worden. „Malala ist nicht einfach nur eine junge Frau, sie spricht für all jene, denen eine Ausbildung auf Grund ihres Geschlechts verweigert wird“, so Petitionsführerin, deren Anliegen auf Change.org veröffentlicht ist. Ursprünglich war die Petition vom kanadischen Autor Tarek Fatah eingestellt worden. Bis zu diesem Freitagnachmittag, informiert die Nachrichtenagentur AFP, hätten sie bereits über 89.000 Menschen unterstützt. (im vergangenen Oktober ging der diesjährige Friedensnobelpreis an die Europäische Union – mehr hier).

https://www.youtube.com/watch?v=-s43puH3hi8

Am morgigen Samstag wird dem jungen Mädchen und ihren Leidensgenossinnen und -genossen noch einmal ganz besonders gedacht. „Malala Yousafzai ist weltweit zu einem Symbol für das Recht aller Mädchen auf Bildung geworden. Am 10. November erheben daher Menschen auf der ganzen Welt ihre Stimme für das pakistanische Mädchen und 61 Millionen anderer Kinder, die immer noch nicht zur Schule gehen können“ informiert an diesem Freitag UNRIC, das Regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen in Westeuropa. Der UN-Sondergesandte für Bildung, Gordon Brown, werde an diesem Tag dem pakistanischen Präsidenten Zardari eine Petition überreichen, mit der Malala und das Recht auf Bildung unterstützt werden solle.

In diesem Zusammenhang meldet sich auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einer Videobotschaft zum Tag für die Mädchenbildung zu Wort. Er erklärt: „Bildung ist ein wichtiges Menschenrecht. Es ist der Weg zu Entwicklung, Toleranz und Bürgerrechten. Nehmen Sie an unserer Kampagne teil, um die Bedeutung von Bildung hervorzuheben – für Malala und Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt.“

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