USA bittet Türkei um Vermittlung im Nahost-Konflikt

Der bewaffnete Konflikt zwischen der Hamas und Israel eskaliert: Nach dem massiven Raketenbeschuss auf Israel und Luftschlägen gegen Gaza überlegt Israel eine große Mobilmachung. Ginge es nach den USA, wäre jetzt die Stunde der Türkei gekommen. Gemeinsam mit Ägypten und anderen europäischen Partnern solle das Land auf die Hamas einwirken. Als Mediator eignet sich die Türkei allerdings kaum.

Einem Bericht der Zeitung Haaretz zufolge bereitet die israelische Regierung die Mobilmachung von 30.000 Soldaten vor. Ob es wirklich dazu kommen wird, ist indes noch unklar.

Verteidigungsminister Ehud Barack sagte, er wisse nicht, ob die Operation nur kurz dauern werde; Israel sei entschlossen, die Kontrolle durch Abschreckung wiederzugewinnen.

Hamas hat Rückhalt in der Bevölkerung von Gaza gewonnen

Eines der Probleme, mit denen sich Israel konfrontiert sieht: Die Hamas hat in den vergangene Jahren erheblich an Rückhalt in der Bevölkerung von Gaza gewonnen – nicht zuletzt, weil sie über eine Verbesserung der sozialen Infrastruktur versucht hat, ihr ausschließlich militantes Bild bei der kriegsmüden Bevölkerung in den palästinensischen Gebieten abzulegen. Dessen ungeachtet wird die Hamas weiter von militanten Islamistischen und Regionalmächten unterstützt. Die Rivalitäten zwischen den islamischen Gruppen ist ein ständiger Gefahrenherd für die Stabilität in der Region, wie sich erst kürzlich bei den Ausschreitungen im Libanon gezeigt hat (mehr Hintergrund – hier). So ist es durchaus denkbar, dass auch die syrische Führung Öl ins Feuer gießt, um vom Bürgerkrieg im eigenen Land abzulenken.

Mehr Informationen auf dem Live Blog von Haaretz – hier;
und dem Liveblog der Times of Israel – hier.

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