Weitere Eskalation: Hamas-Rakete schlägt erstmals in Tel Aviv ein

Zum zweiten Mal wurde in Tel Aviv Luftalarm ausgelöst, die Hamas feuerte eine Rakete direkt ins Herz der Stadt ab. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Israel zu einem Einsatz von Bodentruppen greift. Auf beiden Seiten ist die Bevölkerung zutiefst verängstigt.

Die vereinbarte Waffenruhe aufgrund des Besuchs des ägyptischen Ministerpräsidenten Hescham Kandil im Gaza-Streifen wurde nicht eingehalten. In nur zwei Stunden feuerte die Hamas 50 Raketen auf israelisches Gebiet. In Tel Aviv wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Hamas feuerte eine Rakete auf Tel Aviv ab, Ziel soll ein Einkaufzentrum gewesen sein. Die Angaben über den Einschlag sind jedoch äußerst unterschiedlich. Der israelischen Polizei zufolge verfehlte die Rakete ihr Ziel und stürzte ins Meer. Die israelische Haaretz berichtet in ihrem Live-Blog hingegen, dass die Rakete im offenen Gelände eingeschlagen sei (mehr dazu hier). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Israel zum Einsatz von Bodentruppen greift. Die Regierung erwägt bereits die Mobilisierung von 30.000 Soldaten (hier).

Zum zweiten Mal ist in Tel Aviv Luftalarm ausgelöst worden. Die israelische Bevölkerung aber auch die Menschen im Gazastreifen sind zutiefst verunsichert. Seit dem Luft-Beschuss des Gazastreifens durch Israel sind nach Angaben von Haaretz 19 Menschen getötet und 150 verletzt worden. Mehr als 300 Raketen und Mörserfranaten wurden von Gaza aus auf Israel abgefeuert. Hier soll es bisher drei Tote und acht Verwundete gegeben haben. Mehr als 130 Raketen, die besiedeltes Gebiet in Israel treffen sollten, wurden vom Luftabwehrsystem “Iron Dome” abgefangen.

Unterdessen versucht die USA Verbündete zu mobiliseren, um doch noch eine Eskalation zu erreichen. In den Augen der Amerikaner wäre ist die Stunde der Türkei gekommen. Gemeinsam mit Ägypten und anderen europäischen Partnern solle das Land auf die Hamas einwirken. Als Mediator eignet sich die Türkei allerdings kaum. Zu eisig sind die Beziehungen der beiden Staaten seit dem Überfall auf die Hilfsflotilla Mavi Marmara im Jahr 2010.

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