Nach Öcalans Einwand: Hungerstreik in türkischen Gefängnissen beendet

Bereits erste Todesopfer wurden nach 68 Tagen Hungerstreik in türkischen Gefängnissen erwartet. Doch bevor es dazu kommen konnte, haben die Protestierenden ihren Streik beendet. Der inhaftierte PKK-Führer Öcalan hatte dazu aufgerufen und erklärt, das Ziel des Streiks sei erreicht.

Die Hungerstreiks in türkischen Gefängnissen wurden nun am mittlerweile 68. Tag beendet. Grund für die plötzliche Beendigung des Streis war ein Aufruf des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan. Sein Bruder, Mehmet Öcalan, der kurz zuvor bei ihm gewesen sei, erklärte, dass Öcalan der Ansicht sei, die Hungerstreiks hätten ihr Ziel erreicht und die Proteste in den Gefängnissen sollten ein Ende finden. Kurdische Politiker wie der BDP-Vorsitzende Selahattin Demirtaş sowie die unabhängige Abgeordnete Aysel Tuğluk unterstützten Den Aufruf, wie türkische Medien übereinstimmend berichten.

Die BDP-Vizevorsitzende Gültan Kışanak sagte zudem, dass nun auch medizinisches Personal die Behandlung der über zwei Monate streikenden Insassen aufgenommen hätten. In dringenden Fällen seien diese ins Krankenhaus verlegt worden. Auch die Politiker schlossen sich den Insassen an. Sie hatten ihren Hungerstreik aus Solidarität angetreten und angekündigt, ebenfalls aufzuhören, sobald die Inhaftierten das täten.

Die zumeist kurdischen Streikenden hatten unter anderem ein Ende der Isolierung des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan sowie ein Ende der Beschränkungen anderer Muttersprachen als Türkisch in den Gerichten und in der Bildung gefordert.

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