Zeichen der Solidarität: Türkischer Außenminister Davutoğlu am Dienstag in Gaza erwartet

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu wird bereits am kommenden Dienstag, den 20. November, zu einem Besuch in Gaza erwartet. Die Visite, so heißt es aus diplomatischen Kreise,n finde im Rahmen der Initiative der Arabischen Liga statt, den Menschen in Gaza während der anhaltenden Luftangriffe Israels ihre Solidarität zu demonstrieren.

Während einer Zusammenkunft in Kairo, so berichtet derzeit die türkische Hürriyet, habe sich die Arabische Liga am späten Sonntagabend zu einem Solidaritätsbesuch im Gazastreifen entschlossen. Bereits am kommenden Dienstag werde Generalsekretär Nabil al-Arabi mit einer Delegation in die Krisenregion reisen. Von Seiten der Liga wurde scharfe Kritik an den Angriffen laut. Die Organisation bezeichnete das Vorgehen Israels gegen Gaza als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ (unterdessen zeigt sich Israel überrascht von der Stärke der Hamas – mehr hier).

Mit der Delegation reist auch der türkische Außenminister Davutoğlu. Nur Stunden vor der jüngsten Entscheidung der Liga, so heißt es weiter, habe Premier Erdoğan die Organisation offen dafür kritisiert, keine wirksamen Schritte angesichts der israelischen Aggression gegen die Palästinenser zu unternehmen.

In der Zwischenzeit würden Davutoğlus diplomatische Bemühungen, über Telefon- oder direkte Gespräche mit den betroffenen Parteien die israelischen Operationen zu stoppen auf Hochtouren laufen (bereits Mitte letzter Woche gabe es Protest in der Türkei – mehr hier). So haben sich Erdoğan und Davutoğlu bereits mit dem politischen Führer der Hamas, Khalid Mashaal, in Kairo getroffen. Später sprach der türkische Außenminister zudem mit seiner Amtskollegin aus den USA, Hillary Clinton.

Nach Einschätzung der diplomatischen Quelle sei Davutoğlu der Ansicht, dass ein Waffenstillstand nur erreicht werden könne, wenn die Vereinigten Staaten garantierten, dass auch Israel einen solchen einhalten würde.

Der anstehende Besuch in Gaza wird für Davutoğlu  zugleich die erste Visite seit seinem Amtsantritt 2009 sein.

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