Auf der Suche nach Heilung: Türkei empfängt jedes Jahr mehr als 200.000 Patienten

Die Türkei ist nicht nur eine beliebte Destination, wenn es ums Ausspannen vom Alltag geht. Nach Angaben des türkischen Gesundheitsministers Recep Akdağ kämen heute rund 200.000 Menschen pro Jahr in die Türkei, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Mittlerweile mische das Land unter den weltweiten Top Ten im Gesundheitstourismus mit - Tendenz steigend.

Während des fünften Internationalen Gesundheitskongresses in Ankara stellte der türkische Gesundheitsminister Recep Akdağ die zunehmende Bedeutung der Türkei als Gesundheitsstandort heraus. Mittlerweile, so der Minister, sei sein Land zu einer der führenden Nationen in Sachen Gesundheits-Tourismus avanciert.

Im Augenblick kämen jährlich mehr als 200.000 Patienten in die Türkei, um sich hier medizinisch behandeln zu lassen. „Die Hälfte davon sind Ausländer, die als Touristen in die Türkei kamen, dann im Land erkrankten und hier eine Behandlung erhielten. Die andere Hälfte sind Gäste, die gezielt wegen einer Behandlung in der Türkei anreisten. Und deren Zahl wächst Jahr für Jahr.“ (der ADAC warnte im Sommer 2011, dass Notfallpatienten nicht richtig versorgt würden – mehr hier) Vor allem, wenn es um Thermal-Tourismus gehe, hätte die Türkei eine starke Infrastruktur.

Extrem hohe Produktivität des Gesundheitswesens

Die wichtigsten Gründe für die zunehmende Beliebtheit der Türkei auch als Gesundheitsstandort liegen für Akdağ vor allem in der nunmehr seit zehn Jahren andauernden politischen Stabilität und im wirtschaftlichen Wachstum des Landes. Mittlerweile, so fährt er fort, habe man auch eine extrem hohe Produktivität des Gesundheitswesens erreicht, für ihn der entscheidendste Faktor für die anschwellenden Patientenströme aus dem Ausland (die Gesundheitsreform wird selbst von der WHO gelobt – mehr hier).

Im Vergleich zu anderen, führenden Gesundheits-Destinationen sei die Türkei darüber hinaus auch noch vergleichsweise günstig und biete eine hohe Qualität in einer ganzen Reihe von Bereichen (vor allem die Schönheitschirurgie gilt als sehr beliebt – mehr hier). Ausruhen auf bisherigen Erfolgen will sich die Regierung aber offenbar nicht. Gesprächsbedarf sieht der Minister vor allem was das Thema Krankenversicherungen und deren Regelwerk für internationale Dienstleistungen angeht (auch Ausländer in der Türkei brauchen ab sofort eine Pflichtversicherung – mehr hier).

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