Unter den Augen der UN: Türkei gehört zu den Top-Opium-Produzenten weltweit

54 Prozent der weltweiten Opiumanbauflächen liegen in der Türkei. Unter Aufsicht der UN werden auf 700 Millionen Quadratmetern im gesamten Land der Schlafmohn, aus dessen Samenkapseln Opium gewonnen wird, angebaut.

Die Türkei ist das Land mit dem höchsten legalen Opiumanbau weltweit. Nur sechs Länder dürfen die Pflanze unter Aufsicht der Vereinten Nationen anbauen. Außer der Türkei sind das Indien, Australien, Frankreich, Spanien und Ungarn. 54 Prozent der Gesamtfläche aller Opiumfelder weltweit befinden sich in der Türkei. Das geht aus den aktuellen Zahlen der türkischen Agrarbehörde hervor.

Für den medizinischen Gebrauch produziert allerdings Indien den Großteil des für die Herstellung von Kodein, Morphin, Narkotika, Thebain, Papaverin und andere Medikamente benötigten Opiums. In der Türkei sind knapp 70.000 Landwirte in 13 verschiedenen Provinzen am Anbau der Pflanze beteiligt. Auf 700 Millionen Quadratmetern – eine von der UN fesgelegte Grenze – wächst der Schlafmohn, aus dessen Samenkapseln das Opium gewonnen wird (in Diyarbakir beträgt die Produktion von Hanf rund 500 Tonnen im Jahr – mehr hier).

Der globale Bedarf an Opium für medizinische und wissenschaftliche Zwecke beträgt knapp 350 Tonnen im Jahr. Der größte Importeur sind die USA, die 80 Prozent ihres Opiums aus der Türkei und Indien importieren.

Mehr zum Thema:

UN-Report: Yakuza nutzt Istanbul als Drogenumschlagsplatz
Mega-Drogenfund: 1,3 Tonnen Marihuana in Südost-Türkei aufgespürt

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.