Alex de Souza: Sein Herz schlägt noch immer für die Türkei

Auch Wochen nach seinem Weggang, ist der einstige Fenerbahçe-Kapitän Alex de Souza dem Club und der Türkei nach wie vor sehr verbunden. Obschon er Meilen entfernt sei, so der Fußballstar, schlage sein Herz noch immer für dieses Land. Über eine Rückkehr schweigt sich der 35-Jährige aus.

Die Nachricht traf die Fans von Fenerbahçe wie ein Schlag: Ausgerechnet ihr Star, Alex de Souza warf nach anhaltenden Streitereien mit dem Trainer hin (danach standen die Anhänger des Clubs fest hinter ihm – mehr hier). Das war vor fast zwei Monaten. Mittlerweile ist der gebürtige Brasilianer wieder in sein Heimatland zurückgekehrt. An seiner Liebe für Fenerbahçe, so berichtet die türkische Zeitung Zaman, habe das jedoch nichts geändert. Jetzt sei er eben passionierter Fan der gelben Kanarienvögel.

Nach acht Jahren in der Türkei sei es für Alex de Souza nicht einfach gewesen dem Land den Rücken zu zu kehren. „Acht Jahre lang lebten wir in der Türkei in einer wunderbaren Atmosphäre. Meine Abreise war traurig und schnell und daher nicht einfach. Doch jetzt sind wir in unserer Heimatstadt, bei Leuten, die wir kennen. Wir müssen weitermachen“, so der Sportler zum in Istanbul ansäßigen TV-Kanal Samanyolu.

Rückkehr zu Curitiba war von vorneherein klar

Im vergangenen Oktober beschloss der 35-Jährige nach Meinungsverschiedenheiten mit Fenerbahçe-Trainer Aykut Kocaman und dem Vorsitzenden Aziz Yildirim zurück nach Brasilien zu gehen. Nach gut 15 Jahren Abstinenz ging es für ihn anschließend wieder zu Curitiba. Kein anderes Team, so der Sportler, sei nach den jüngsten Erfahrungen in Istanbul für ihn in Frage gekommen (die Spannungen mit dem Trainer waren bereits seit längerem bekannt – mehr hier).

Von nun an wolle er Fenerbahçe als Fan aus der Ferne unterstützen. Den Fans dort verdanke er acht wundervolle Jahre. Jetzt sei er einer von ihnen. Was zwischen ihm und der Vereinsspitze vorgefallen sei, habe er abgehakt. Trainer Aykut Kocaman und dem gesamten Team wünsche er eine erfolgreiche Zeit. Über eine mögliche Rückkehr an den Bosporus wollte de Souza allerdings nicht sprechen. Jetzt pflege er die türkisch-brasilianischen Beziehungen von seinem Heimatland aus. Kontakte zu hier lebenden Türken seien bereits geknüpft und er hoffe, dass diese auch Gefallen am brasilianischen Fußball finden. Immerhin habe Curitiba schon jetzt drei Spieler – inklusive ihm – die für große türkische Vereine wie Fenerbahçe und Galatasaray gespielt hätten (in Istanbul wird die Erinnerung an ihn wohl für immer bestehen. Kurz vor seinem Abtritt wurde ihm zu Ehren eine Statue errichtet – mehr hier).

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