Top 100 Global Thinkers 2012: Erdoğan und Davutoğlu sind mit dabei

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan und sein Außenminister Ahmet Davutoğlu sind vom US-amerikanischen Magazin für Außenpolitik „Foreign Policy“ in die Liste der 100 bedeutendsten Denker („Top 100 Global Thinkers 2012“) aufgenommen worden. Die Türkei, so heißt es, habe sich in einer Zeit, in der sich der Nahe Osten in Folge des Arabischen Frühlings in einem massive Umbruch befinde, als wichtiger regionaler Akteur erwiesen.

Das alle zwei Monate erscheinende Magazin „Foreign Policy“, das sich bereits seit 1970 mit der amerikanischen Außenpolitik sowie internationaler Politik, Beziehungen und Wirtschaft befasst, hat Premier Recep Tayyip Erdoğan und seinen Außenminister Ahmet Davutoğlu auf Grund ihrer Rolle, die sie während regionaler Krisen, vor allem mit Blick auf die schwierige Lage in und mit Syrien, gespielt haben, in die „Top 100 Global Thinkers 2012“ aufgenommen. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Türkei „eine ideale Brücke zwischen Ost und West“

Das Magazin lobt den Premier: „Die Türkei ist unter Erdoğans Führung zu einer unverzichtbaren Kraft im Nahen Osten geworden. Die Identitäts- und Religions-Konflikte in der Region wurden von ihr gehandhabt, wie es kein US-Politiker hätte tun können.“ (der Außenminister wurde bereits im Mai in Sarajewo als „Leader of 21st Century“ ausgezeichnet – mehr hier). Auf Grund seiner einzigartigen Position, seiner Kultur und Geschichte sei die Türkei „eine ideale Brücke zwischen Ost und West“.

Erdoğan und Davutoğlu werden in den aktuellen „Top 100 Global Thinkers 2012“ auf Platz 28 gelistet – in unmittelbarer Nachbarschaft der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde und des regierungskritischen chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Zuvor hatten es der Außenminister und Wirtschaftsminister Ali Babacan bereits in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport im Jahr 2012 des US-amerikanischen Time-Magazines geschafft (dem Magazin geht es nicht um Macht, sondern um Einfluss und Veränderung – mehr hier).

Doch nicht nur die Männerriege hat international an Einfluss gewonnen. Erst im vergangenen August wurde die Vorstands-Vorsitzende der Sabanci Gruppe, Güler Sabancı, als einzige Türkin in die aktuelle Forbes-Liste der 100 einflussreichsten Frauen der Welt gewählt. Aufgelistet ist die Frau, die an der Spitze der zweitgrößten Industrie- und Finanzgruppe in der Türkei steht, allerdings erst auf Position 93 (angeführt wird die Liste von Angela Merkel – mehr hier).

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