Alle Augen auf die Kurzbahn-WM: Türkische Schwimmer legen mit neuen Rekorden vor

Das türkische Schwimm-Debakel von Shanghai 2011 darf sich nicht wiederholen. Und derzeit stehen die Chancen wohl ziemlich gut. Die türkischen Schwimmer scheinen das vergangene Jahr ordentlich genutzt zu haben. Nicht mal einen Monat vor der Kurzbahn-WM in Istanbul können die Sportler bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Chartres mit vielversprechenden Ergebnissen glänzen.

Vom 22. bis 25. November liefen im französischen Chartres die Kurzbahn-Europameisterschaften. Seither, so berichtet die türkische Hürriyet, gelangen den türkischen Schwimmern gleich 22 nationale Rekorde. 13 Mal standen sie in einem Finale. Ein durchaus respektables Ergebnis für ein Land, dessen Schwimmsport-Tradition alles andere als ausgeprägt ist.

Lob, so berichtet das Blatt weiter, habe es entsprechend auch von Ahmet Bozdoğan, Vorsitzender des türkischen Schwimmverbandes, gegeben. „Unsere Athleten setzten in den Vor- und Finalläufen eine Bestmarke nach der anderen“, so Bozdoğan zur Nachrichtenagentur Anatolia. „Diese schnelle Verbesserung lässt uns für die Zukunft hoffen. Wenn das so weitergeht, dann werden die Medaillen auch bald kommen.“

Als besonderes Highlight hebt das Medium den vierten Schlusslauf von Burcu Dolunay hervor. Über 100-Meter-Freistil der Frauen verpasste sie nur knapp ein Edelmetall. Buse Günaydın, die ebenfalls gleich in drei Disziplinen im Finale stand, erreichte über 200-Meter Rang sechs. Erfolgreich schlugen sich daneben auch Arda Gürdal, İskender Baslakov, Melisa Akarsu und İris Rosenberger. Insgesamt war die Türkei in fünf Disziplinen im Finale.

Deutsche Mannschaft kann keine Medaillen erzielen

Auch der DSV nahm mit 23 Aktiven (10 Frauen und 13 Männer) unter der Delegationsleitung von Achim Jedamsky (Eppelborn) an der Kurzbahn-Europameisterschaft teil. Für das deutsche Team gab es leider keine Medaillen. „Christian Diener“, so berichtet das Portal Swimsportnews, „kam über die 100m Rücken auf den sechsten Platz, die Lagendamen wurden Achte. Im Kampf um die Titel waren die Hausherren erneut kaum zu bezwingen. Trotzdem blieben die erwarteten Weltrekorde von Yannick Agnel und Camille Muffat – auch zur Freude von Paul Biedermann – aus. Stattdessen stellten die Britin Hannah Miley und die Dänin Rikke Möller Pedersen neue Europarekorde auf.“

Der deutsche Schwimm-Verband (DSV) reist mit insgesamt elf Athleten zur Kurzbahn-WM vom 12. bis 16. Dezember nach Istanbul. Bei der 14. Schwimm-WM in Shanghai 2011 waren die Bemühungen der türkischen Athleten nicht von Erfolg gekrönt (Für Chef-Coach Mancevic war guter Rat teuer – mehr hier).

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