NATO-Anfrage der Türkei: Generalsekretär Rasmussen rechnet mit positivem Bescheid

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen glaubt, dass die Verbündeten positiv auf die Anfrage der Türkei nach Patriot-Raketen reagieren und ihre Gerätschaften für eine Verteidigung des Landes zur Verfügung stellen werden. Ein konkretes Datum für den Einsatz nannte er allerdings nicht.

In einem Interview mit dem privaten türkischen NTV Sender stellte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen heraus, dass die Verbündeten auf der Seite der Türkei stünden und das Land bei der Verteidigung seines Territoriums unterstützten. „Die Anfrage der Türkei nach Patriot-Raketen erfolgte rein aus defensiven Zwecken. Der Einsatz der Raketen wird der NATO-Befehlskette entsprechen, von der auch die Türkei ein Teil ist.“

Bezug nehmend auf die russische Reaktionen hinsichtlich der türkischen Anfrage erklärte Rasmussen: „Russland hat kein Recht, in diesen Prozess einzugreifen. Dies ist eine Entscheidung der NATO, da haben Dritte nichts zu sagen.“ (für Russland liegt die Lösung des Konflikts nicht in einer ausländischen Intervention – mehr hier) Ebenso angesprochen wurde das Thema Kosten. Auch hier kamen vom Generalsekretär klare Ansagen. Der Einsatz würde von der NATO finanziert, die Türkei werde sich jedoch selbstverständlich beteiligen.

Patriot-Raketen als abschreckende Maßnahme

Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Effizienz der Patriot-Raketen ließ er ebenfalls nicht zu:  „Ich gehe davon aus, dass dieser Einsatz eine abschreckende Maßnahme gegen mögliche Aggressionen sein wird. Ähnliche Gerätschaften wurden in der Türkei bereits 2003 verwendet. Die Nato besitzt genügend Gerät, um die Türkei zu verteidigen und wird auch nicht zögern, es zu benutzen.“

Ein konkretes Datum für den Einsatz der Patriot-Raketen in der Türkei konnte Rasmussen allerdings nicht nennen. Er deutete allerdings an, dass es hierbei um Tage, nicht um Wochen ginge (mehr als die Hälfte der Deutschen ist gegen einen Einsatz der Bundeswehr – mehr hier).

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