Syrische Flüchtlinge in der Türkei: Ban Ki-moon kündigt Visite an

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird in der kommenden Woche zu einer Visite in der Türkei erwartet. Dort will er nicht nur syrische Flüchtlinge besuchen, sondern auch mit Premier Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen.

Der seit gut 20 Monaten andauernde Konflikt in Syrien hat mittlerweile gut 120.000 Flüchtlinge in türkische Flüchtlingslager getrieben. Doch das sind nur die offiziellen Zahlen. Tatsächlich, so schreibt die türkische Hürriyet, lägen diese wahrscheinlich weitaus höher.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon werde nun bereits am 7. Dezember in zahlreichen türkischen Flüchtlingslagern entlang der türkisch-syrischen Grenze im Süden des Landes erwartet, so ein Sprecher des türkischen Außenministeriums. Anschließend gehe es weiter nach Ankara, wo er mit türkischen Politikern, darunter auch Premier Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen werde.

NATO-Experten suchen nach geeigneten Standorten für Patriots

Die Ankündigung des Besuchs erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Türkei unmittelbar mit einer formellen Zusage auf ihre NATO-Anfrage rechnet (NATO-Generalsekretär Rasmussen geht vo einem positiven Bescheid aus – mehr hier). Seit der Bitte um Stationierung von Patriot-Raketen entlang der türkisch-syrischen Grenze besteht Ankara darauf, dass das Ganze einen rein defensiven Charakter habe und stellt sich damit kritischen Stimmen aus Damaskus, Moskau und Teheran. Zur Stunde halten sich NATO-Experten in der Türkei auf, um mögliche Standorte für das Flugabwehrgerät auszumachen.

In den vergangenen Wochen hat Ban wiederholt davor gewarnt, dass der Konflikt in Syrien auf die Türkei überspringen könnte (die Angst vor einem regionalen Flächenbrand ist allgegenwärtig. Mittlerweile übermittelte die Türkei eine zweite diplomatische Note an Syrien – mehr hier).

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