Häufige Migräne kann zu Hirnblutung führen

Die Überempfindlichkeit des Gehirns wird mitunter durch Stress verursacht. Ob bei Migräne das Schlaganfall-Risiko steigt, wird derzeit noch weiter erforscht – bisher belegen verschiedene Studien unterschiedliche Ergebnisse.

Frauen mit Migräne haben ein erhöhtes Risiko, dass bei ihnen Gehirnblutungen auftreten. Das Gehirn kann sich aber langfristig von den Schäden erholen, folgern niederländische Wissenschaftler in einer entsprechenden Studie. Gleichzeitig rufen sie zu mehr Forschung auf, um bessere Aussagen treffen zu können.

In neun Jahren Forschung haben die Wissenschaftler festgestellt, dass bei 77 Prozent der Frauen mit Migräne bestimmte Gehirnareale geschädigt wurden, während bei Frauen, die nicht an der schmerzhaften Erkrankung leiden, nur 60 Prozent Verletzungen im Gehirn aufwiesen.

Allerdings hätten Migräne-Erkrankte eine gute Chance auf Heilung: „Die Bedeutung von Gehirnverletzungen ist wahrscheinlich gering, da wir keinen eindeutigen Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten feststellen können. Die Betroffenen sollten keine Angst davor haben, dass Migräne Änderungen im Gehirn hervorruft”, sagt Mark Kruit, Autor der Studie und Neurologe an der Leiden University in den Niederlanden.

Ungefähr 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter Migräne, schreiben die Forscher. Auch der Zusammenhang zwischen Migräne und Schlaganfällen sei bisher eher unerforscht. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen mit Migräne-Kopfschmerzen dazu neigen, im mittleren Alter Herzattacken oder Schlaganfälle zu entwickeln. Eine andere Studie von Forschern aus Österreich und Italien stellte einen Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und tödlichen Blutgerinnseln fest.

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