Türkei begrüßt Triumph für Palästina: Entscheidung wird Frieden vorantreiben

Die jüngste Entscheidung der UN-Vollversammlung, Palästina den Beobachterstatus ohne Mitgliedschaft zuzusprechen, wurde von der Türkei mit viel Wohlwollen aufgenommen. Die Geste, so die Überzeugung in Ankara, würde den vor dem Untergang stehenden israelisch-palästinensischen Friedensprozess wieder stärken.

„Palästina den Status als Nicht-Mitglied zu gewähren, kann als Antrieb dienen“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Diese Entscheidung, davon zeigt er sich überzeugt, würde dem Verhandlungsprozess den dringend benötigten Impuls für eine umfassende Lösung bringen, anstatt ein Ersatz dafür zu sein.

Die Türkei, deren Beziehungen zu Israel bereits seit einiger Zeit sehr angespannt sind, widerspricht damit der Haltung der USA als auch Israel, die die Ansicht vertreten, dieser Schritt würde die Friedensbemühungen eher zurücksetzen, denn vorantreiben (mitten in der Krise trat kürzlich Verteidigungsminister Ehud Barak zurück – mehr hier). Doch den Palästinensern den jetzt gegebenen Status zu verweigern, so Davutoglu, wäre nicht zu rechtfertigen gewesen.

„Es geht um die Straßen von Gaza, wo Tausende von Menschen durch eine inhumane Blockade in einem offenen Gefängnis leben. Es geht um die Straßen der West Bank, wo die Menschen an fast jeder Ecke durch Checkpoints gehen müssen. Die Realität in Palästina ist ein blutende Wunde im Gewissen der ganzen Menschheit“, so der türkische Außenminister (der palästinensische Botschafter bat kürzlich um ägyptische und türkische Truppen in Gaza – mehr hier).

Nun hätte man die Möglichkeit, diesen Menschen Mut zuzusprechen, die danach strebten nach Jahren der Demütigung ihre Würde aufrechtzuerhalten. Die Verweigerung dieses Rechts an die Palästinenser besitze keine Rechtfertigung, ganz gleich, ob es moralische, politische oder juristische Gründe seien.

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