Patriot-Raketen: Entscheidung der NATO für diese Woche erwartet

Werden die von der Türkei angeforderten Patriot-Raketen wie vermutet in Şanlıurfa und Gaziantep stationiert? Oder kommen noch andere Standorte infrage? Eine Entscheidung darüber, wo das Luftabwehrgerät in der Nähe der syrisch-türkischen Grenze eingesetzt werde, falle entweder kurz vor dem Gipfel der NATO-Außenminister in Brüssel ab morgen oder aber am Rande des Gipfels, so die Prognose eines türkischen Beamten.

„Alles hängt davon ab“, so zitiert die türkische Zeitung Hürriyet einen türkischen Offiziellen, „wann der NATO-Ausschuss, der sich gerade in der Türkei aufhält, seinen Bericht beendet.“

Erst wenn das Team an die Allianz berichtet habe, werde entschieden, wie viele Patriot-Raketen entsandt und wo diese stationiert werden. Gerade die Anzahl der Abwehrraketen sei in der Türkei ein wichtiges Thema.

Patriot-Raketen: Oberste Befehlsgewalt bei der NATO

Noch einmal stellt der Informant gegenüber dem Blatt heraus, dass die Bedienung des Geräts durch NATO-Truppen erfolge, da das eigene Heer über keine entsprechende Ausbildung verfüge. Welche Manöver es im Einzelfall geben werde, diese Entscheidung obläge jedoch der türkischen und der NATO-Truppe gemeinsam gemäß den NATO-Einsatzregeln. „Aus geographischen Gründen, werden es wahrscheinlich entweder deutsche oder niederländische Soldaten sein, die gemeinsam mit unseren Soldaten arbeiten“, so der Offizielle weiter.

Derzeit befindet sich ein Team der NATO in der Türkei, um die Gegebenheiten vor Ort zu besehen und mögliche Patriot-Positionen entlang der türkisch-syrischen Grenze auszumachen (einige Standorte scheiden von vorne herein aus – mehr hier). Bisher ist noch nicht klar, wo das schwere Gerät stationiert werden könnte und wie viele es am Ende überhaupt sein werden. Im Gespräch waren Diyarbakir oder Şanlıurfa, genauso wie Malatya im Osten des Landes, wo bereits ein NATO-Radar stationiert ist. Direkt an der Grenze, so heißt es, erscheine eine Aufstellung der Patriot-Raketen derzeit sehr unwahrscheinlich. So wie es aussieht, gehe man damit in ein Gebiet, von dem aus eine breitere Verteidigung möglich ist.

Ab Dienstag ATO-Außenministertreffen in Brüssel

Vom NATO-Außenministertreffen in Brüssel wird erwartet, dass man dort Unterstützung für das Allianz-Mitglied Türkei signalisiert und grünes Licht für den Einsatz der Patriot-Raketen zur Verteidigung des Landes erteilt (gleichzeitig will die türkische Regierung offenbar den russischen Präsident Putin in die Pflicht nehmen, der an diesem Montag in der Türkei erwartet wird – mehr hier).

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