@pontifex: Papst Benedikt twittert ab dem 12. Dezember

Eigentlich hat Papst Benedikt XVI. bereits 1,2 Milliarden „Follower“. Doch eben nicht in der virtuellen Welt. Ab dem 12. Dezember soll sich das nun ändern. Dann ist der Pontifex der erste Papst überhaupt mit einem eigenen Twitter-Account (@pontifex).

Wie der Vatikan am vergangenen Montag bekannt gab, wird der 85-Jährige Benedikt XVI. ab Mittwoch, den 12. Dezember, dem Fest der Madonna von Guadalupe, Kurzmitteilungen in die Welt hinaus senden. Auf @pontifex twittert das Oberhaupt der Katholischen Kirche, der unter anderem bereits einen vatikanischen Kanal im Videoportal YouTube besitzt, auf Englisch. Daneben sollen es aber weitere Accounts in anderen Sprachen, unter anderem auf Deutsch, Polnisch, Französisch und auch Arabisch geben. Weitere, so heißt es, sollen folgen.

An Joseph Ratzinger wenden können sich die User übrigens schon jetzt. Über den Hashtag #AskPontifex werden seit Beginn der Woche alle Fragen gesammelt, die zum Start von @pontifex in einer Live-Sitzung beantwortet werden sollen (jüngst warfen Forscher die Frage, ob Jesus verheiratet war, erneut auf – mehr hier).

Spirituelle Themen stehen im Vordergrund

Dass Papst Benedikt, der nach wie vor das Schreiben per Hand bevorzugt, künftig mit Blackberry oder iPad umher läuft oder sich von anderen seine Tweets diktieren lasse, das schließt der neue Kommunikationsstratege des Vatikan, Greg Burke von vorneherein aus. Es gehe hier um spirituelle Botschaften. Er werde twittern, was er eben twittern wolle. Die Themen würden sich vorwiegend um die Inhalte seiner Generalaudienzen drehen, daneben gäbe es Segenswünsche und Kommentare zu Predigten und hohen kirchlichen Feiertagen. Auch Reaktionen zu bewegenden Ereignissen des Weltgeschehens, wie etwa Naturkatastrophen, stünden auf der Agenda (für seine Rede im Bundestag erhielt er 2011 stehende Ovationen – mehr hier).

Ohnehin würde der Papst zwar am 12. Dezember selbst twittern, die Arbeit künftig allerdings von seinen Mitarbeitern übernommen, die die vorher abgesegneten Tweets dann versenden würden. Dafür zur Verfügung stehe im Vatikan nur ein Rechner. So soll Missbrauch vermieden werden. Außerdem werde er innerhalb des Microblogging-Dienstes auch niemandem folgen.

Das Twittern „geübt“ hat der Papst übrigens schon im Sommer vergangenen Jahres. Über den Account von Radio Vatikan gab er damals den Start zu einem neuen Nachrichtenportal.

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