Terror-Komplott beim Eurovision: Aserbaidschan schickt vier potentielle Täter ins Gefängnis

Ein Gericht in Aserbaidschan hat am vergangenen Montag vier Personen zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen versucht haben, auf den im Mai ausgetragenen Eurovision Songcontest „terroristische“ Anschläge zu verüben. Dafür muss das Quartett jetzt zwischen zwölf und 14 Jahre ins Gefängnis.

Mit Spannung blickten die internationalen Musikfreunde im vergangenen Mai in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku. Mit viel Glanz und Pomp wurde dort der Eurovision Song Contest ausgetragen. Beinahe wäre es dort aber offenbar zu einer Katastrophe gekommen. Denn auf das bekannte Musikspektakel waren Anschläge geplant (die Zuschauer hatten den türkischen Teilnehmer Can Bonomo damals auf Platz 4 gewählt – mehr hier).

Ein Gericht in Baku hat das vermeintlich dafür verantwortliche Quartett nun zur Rechenschaft gezogen. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. „Vier Bürger aus Aserbaidschan sind zu Haftstrafen zwischen zwölf und 14 Jahren verurteilt worden“, heißt es hierzu in einer Erklärung des zuständigen Gerichts. Fälle von anderen Verdächtigen würden derzeit noch gehört.

Bereits im vergangenen Mai erklärte das aserbaidschanische Sicherheitsministerium, dass es „terroristische“ Angriffe während des Pop-Events verhindern und 40 Verdächtige festnehmen konnte. Nach Angaben des Ministeriums plante die Gruppe, die Verbindungen in den Iran haben soll, Anschläge auf den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew in der Eurovision Konzerthalle, auf die Polizei, Hotels von Ausländern, Moscheen und andere religiöse Stätten im Kaukasus-Staat. Sicherheitskräfte nahmen die potentiellen Terroristen im Zuge mehrerer Operationen im gesamten Land fest (den Sieg des Landes 2011 feierte auch die Türkei – mehr hier).

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