Tragödie an der Schwarzmeer-Küste: Frachtschiff sinkt vor Istanbul

Ein Toter, drei gerettete Crew-Mitglieder und acht Vermisste: Das ist die bisherige Bilanz eines Schiffsunglücks, das sich an diesem Dienstag an der türkischen Schwarzmeer-Küste ereignet hat. Ein Frachter war im Sturm vor der Millionenstadt gesunken. Die Rettungskräfte suchen fieberhaft weiter.

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Die Volgo Balt 199, die Kohle an Bord hatte, habe gegen halb acht Uhr morgens ein SOS-Signal an den Küstenort Şile abgesetzt. Doch die Funkverbindung zwischen dem Frachter und der türkischen Küstenwache konnte nicht aufrechterhalten werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir bestätigen, dass das Schiff gesunken ist. Die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt“, so Orakçı Salih, der Leiter der Generaldirektion für Küsten-Sicherheit, zum türkischen Fernsehsender NTV. Wie der Gouverneur von Istanbul,  Hüseyin Avni Mutlu, der Nachrichtenagentur Anatolia mitteilte, konnten bis zum frühen Nachmittag drei der zwölf Besatzungsmitglieder – davon elf Ukrainer und ein Russe – gerettet werden. Einer konnte nur noch tot geborgen werden.

Derzeit seien ein Helikopter und Rettungsboote im Einsatz, um nach den übrigen Vermissten zu suchen. Derweil wurde bei einem zweiten Frachter mit 14 Besatzungsmitgliedern an Bord mechanisches Versagen gemeldet. Auch hier drohe, so Reuters, das Schiff zu sinken.

Şile liegt etwa 40 Kilometer östlich des nördlichen Endes des Bosporus und ist der einzige maritime Absatzmarkt für Güter aus Ländern am Schwarzen Meer, darunter russisches Öl und Getreide. In der Meerenge herrschen häufig widrige Witterungsbedingungen. Über 10,000 Schiffe mit 150 Millionen Tonnen Erdöl und Erdölprodukten an Bord passieren die Meerenge jedes Jahr.

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