„Mission18 – No Respect for War!“: Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. wird 18

Der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. wird in diesem Jahr 18 Jahre alt. Am kommenden Samstag will der Verein dieses Jubiläum mit einem großen Jugendfestival unter dem Motto „Mission18 – No Respect for War!“ in der Dortmunder Westfalenhalle begehen. Die größte Migrantenjugendselbstorganisation Deutschlands positioniert sich damit unter anderem auch gegen die aktuelle Entscheidung Patriot-Raketen in die Türkei zu entsenden.

In seiner Einladung zum Jugendfestival am kommenden Samstag resümiert der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. das bisher Erreichte. Hierzu heißt es: „Wir sind als einzige Jugendorganisation mit migrantischen Wurzeln bereits Mitglied in allen relevanten Jugendringen und leisten so wertvolle Pionierarbeit in Sachen Integration, Inklusion und Interkultureller Öffnung.“ (jüngst forderte Integrationsministerin Öney die Debatte um das Thema Integration wieder auf eine sachliche Grundlage zu stellen – mehr hier)

„Wir sind gegen einen Krieg in und mit Syrien“

Statt für negative Schlagzeilen rund um das Thema Integeration wolle man für einen Kontrast stehen: Nämlich für gelungenes Zusammenleben aller Menschen, ungeachtet ihres religiösen, ethnischen und kulturellen Hintergrundes. Das jetzige Jubiläum begreift der Verein als „wichtigen Meilenstein“. Denn in der „ehemaligen“ Heimat der Türkei seien die Aleviten weiterhin Repressalien und Diskriminierung ausgesetzt. In Deutschland hingegen hätten die hier lebenden etwa 600.000 Aleviten eine „Renaissance“ ihrer
friedfertigen und humanistischen Religion einläuten können. Zudem seien die Aleviten bereits als Religionsgemeinschaft nach dem GG Art 7 (3) anerkannt und koordinieren in acht Bundesländern den „Alevitischen Religionsunterricht“ als ordentliches Schulfach. Wichtig in diesem Zusammenhang: Der Jugendverband BDAJ ist eigenständig und hat seine Bundesgeschäftsstelle, als einziger großer Jugendverband innerhalb des Deutschen Bundesjugendrings, in Dortmund.

Am kommenden Samstag wolle der Verein nun nicht nur mit 3000 jungen Menschen aus ganz Deutschland und Europa feiern, sondern sich mit dem Motto „No Respect for War!“ eindeutig zu wichtigen tagespolitischen Themen positionieren. Hierzu heißt es: „Wir sind gegen einen Krieg in und mit Syrien, gegen einen Bundeswehreinsatz in Afghanistan und eindeutig für mehr Diplomatie und Demokratie.“ (die Kriegsgefahr in Syrien steigt derzeit dramatisch an – mehr hier)

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