Finanzkrise: Nordzypern will Griechisch-Zypern nur gegen Anerkennung helfen

Nach EU Minister Egemen Bağış legt nun Hüseyin Özgürgün, Außenminister Nordzyperns, nach. Was er allerdings tut, grenzt an Erpressung. Özgürgün bietet Hilfe an, allerdings unter einer Bedingung: Die Anerkennung der Türkischen Republik Nordzypern.

„Wir haben ihnen schon in der Vergangenheit mit Elektrizität geholfen“, erklärt Hüseyin Özgürgün, Außenminister der Türkischen Republik Nordzypern in Bezug auf die finanzielle Lage Griechisch-Zyperns. Sein Staat, der bisher nur von der Türkei als solcher anerkannt wird, überlege sich, Hilfe anzubieten. Doch ohne eine Gegenleistung werden keine Gelder oder andere Leistungen fließen, stellt er klar. Seine Forderung: Griechisch-Zypern muss Nordzypern anerkennen.

„Wie können wir jemandem helfen, der behauptet, Türken seien eine Minderheiten, die Besatzer? Sie müssen anerkennen, dass hier eine Demokratie und eine Authorität herrscht und sie müssen kooperieren“, so Özgürgün im Interview mit der türkischen Zeitung Akşam (auch EU-Minister Egemen Bağış macht aktuell keinen Hehl aus seiner Schadenfreude über die Situaton – mehr hier).

Ohnehin sei der Grund für die finanzielle Misere, der „Fanatismus, der griechischen Zyprioten. „Sie haben die Vorteile einer Übereinkunft zwischen beiden Teilen der Insel immer ignoriert“, meint Özgürgün. Was die zyprischer Regierung hat bisher keine Stellungnahme zu den Aussagen veröffentlicht.

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