Global Trends 2030: Kurdistan könnte Türkei spalten

Die USA werden dem aktuellen Bericht „Global Trends 2030“ zufolge weltweit an Macht verlieren. Die Bedrohung der Türkei durch ein erstarkendes Kurdistans, wie die USA voraussagen, würde den amerikanischen Einfluss in der Region sichern - schließlich unterstützen sie den Kampf gegen die PKK.

2030 könnte die Türkei von einem erstarkenden Kurdistand bedroht werden und eine Spaltung des Landes könnte die Folge sein, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht „Global Trends 2030“, erstellt vom National Intelligence Council. Die Spaltung der Türkei wird dabei als eines der sechs schlimmsten Szenarien weltweit erwähnt.

Der Hürriyet erklärte Mathew Burrows, beteiligt am Bericht des Zentrum des US-Geheimdienstes: „Das ist das schlimmste Szenario für den Nahen Osten und wir müssen uns sicher sein, dass das nicht passiert“. Eine Einschätzung, die für die USA vor allem strategischen Wert haben dürfte.

Dem Bericht zufolge wird die Macht der USA in den kommenden Jahren abnehmen. Besonders wichtig seien deshalb enge Beziehungen zu aufstrebenden Staaten wie der Türkei, Südafrika und Indonesien. Schon jetzt sind die USA einer der stärksten Unterstützer der Türkei im Kampf gegen die PKK (mehr hier), die einen unabhängigen kurdischen Staat zum Ziel hat. 2030, so der Bericht, werde die gesamte Region instabil sein. Die Türkei soll den Amerikanern allerdings als Verbündete erhalten bleiben. Eine starke PKK würde auf diese Weise auch den Einfluss der USA festigen.

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