Gerd Schröders Gazprom auf Schwarzer Liste wegen Korruption und Umweltverschmutzung

Das weltweit größte Ergasförderunternehmen gehört zu den umstrittensten Unternehmen in den so genannte BRIC-Ländern. Wettbewerbswidrige Praktiken, Intransparenz und Korruption sind nur ein Teil der Vorwürfe.

Jährlich wird der RepRisk-Bericht veröffentlicht, der Unternehmen in verschiedenen Ländern hinsichtlich des Umfangs ihrer Korruption und anderer Rechtsverletzungen untersucht. Der Analyse für den Bericht dienen unter anderem Zeitungsberichte, Nachrichtenportale, NGOs und staatlichen Websites sowie Blogs und Social Media Foren als Quelle. Im aktuellen RepRisk-Report geht es um Unternehmen mit Hauptsitz in den BRIC-Ländern und zwar um jeweils diejenigen, die zu den Top drei des RepRisk-Index zählen. In Russland ist dies Gerhard Schröders Gazprom. Dem Unternehmen werden beispielsweise hohe Umweltverschmutzungen und –belastungen vorgeworfen sowie Korruption und wettbewerbswidrige Praktiken, heißt es in dem Bericht.

Hinsichtlich des Vorwurfs der Korruption führte die EU-Kommission Ende 2011 Razzien in Gazprom-Büros in Mittel- und Osteuropas durch. Das Unternehmen soll andere Firmen absichtlich aus bestimmten Märkten drängen und Politiker sollen bestochen worden sein. Selbst Briefkastenfirmen soll Gazprom gegründet haben, um Steuerzahlungenn zu entgehen. Einschüchterung gegenüber Kirtikern und Manipulation der Medien sind weitere Vorwürfe auf der langen Liste Gazproms, so der Bericht.

Weitere umstrittende Unternehmen mit Hauptsitz in Russland sind Arktikmor Neftegaz Razvedka, eine Einheit von Gazflot, die wiederum eine Tochtergesellschaft von Gazprom ist, und die Reederei FEMCO. In Brasilien waren es die Unternehmen Vale SA, Petrobas und Norte Energia Consortiun und in China beispielsweise die China National Petroleum Corporation, die auf der RepRisk-Liste ganz oben stehen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.