Endlich Rechtssicherheit: Lehrer dürfen geschütztes Material digital vervielfältigen

Lehrer, die urheberrechtliches geschütztes Material digital verfielfältigt haben, wussten bisher nicht, ob sie sich damit noch auf legalem Boden bewegen. Die Kultusministerien entschieden nun, dass 10 Prozent aus Werken auch digital zugänglich gemacht werden kann und schaffen damit Rechtssicherheit - ein längst überfalliger Schritt.

Einer aktuellen Entscheidung zufolge können Lehrer urheberrechtliches geschütze Inhalte von Büchern auch digital vervielfältigen. Bisher war es Lehrkräften in Deutschland nicht möglich, Kopien für den Unterricht auf digital zugänglich zu machen. Durch die Nutzung von Whiteboards oder auch zur Unterrichtsnachbereitung der Schüler ist das allerdings bisher ein großes Hindernis gewesen.

„Ein Meilenstein in der Unterrichtsentwicklung und eine erhebliche Erleichterung der pädagogischen Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer“, nennen Ministerialdirektor Dr. Peter Müller (Bayern) und Staatssektretärin Andrea Becker (Saarland) den Schritt, auf den sich die Kultusministerien, der Verband Bildungsmedien, die Verwertungsgesellschaften VG WORT sowie die VG Bild-Kunst und VG Musikedition geeinigt haben.

Für Lehrer ist die neue Regelung eine große Erleichterung. Wenn sie ihren Schülern gescannte Kopien für Vor- oder Nachbereitung zur Verfügung stellten oder selbst Material auf Speichermedien hatten, konnten sie sich bisher nicht sicher sein, ob das alles noch legal ist. Die Regelung bedeutet also in erster Linier rechtliche Sicherheit für Lehrer.

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