Passiv-Dampfen bei E-Zigarette möglich

Der Dampf ektronischer Zigaretten ruft Emissionen hervor, die auch im Umfeld stehende Personen beeinträchtigen können. Dabei wird das Nebelfluid Propylenglykol, das auch in herkömmlichen Tabakzigaretten enthalten ist, freigesetzt.

Das Verdampfen der Flüssigkeiten von elektronischen Zigaretten ist nicht emissionsfrei. Trotzdem hat diese Alternative zur herkömmlichen Tabakzigarette bisher immer noch das Image eines vermeintlich gesunden Zeitvertreibs. Doch die Emissionen der E-Zigarette können auch im Umfeld stehende Personen beeinträchtigen, sogenanntes „Passivdampfen“ sei möglich, sagt Tobias Schripp, Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Holzforschung (WKI) in Braunschweig.

Die E-Zigarette besteht aus einem Akku, einem Verdampfer, einer Heizspirale sowie einem Depot mit den Betriebsflüssigkeiten, auch Liquids genannt. Diese werden im Verdampfer erhitzt und bei 65 bis 120 Grad Celsius verdampft. Diesen Mechanismus aktiviert der Konsument – je nach Design des Geräts – per Tastendruck oder durch Ansaugen.

Die Flüssigkeiten können Nikotin enthalten, es gibt aber auch nikotinfreie Genussmittel mit vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Amaretto, Mandel, Vanille oder Apfel. „Die verdampften Substanzen erzeugen in der E-Zigarette ein Aerosol aus ultrafeinen Partikeln, die beim Inhalieren in der Lunge weiter schrumpfen“, sagte Schripp. Das führt dazu, dass die Emissionen der E-Zigarette deutlich niedriger sind als bei einer normalen Zigarette. Dort werden nämlich durch den Verbrennungsprozess feste Partikel freigesetzt, die sich in der Lunge und in der Umgebungsluft lange festsetzen können.

Die Verteilung der Dampfpartikel wurde im Institut in einer 10-Liter-Glaskammer gemessen. Dazu wurden unterschiedliche E-Zigaretten mit der gleichen Flüssigkeit getestet. Eine Freisetzung von dem gefährlichen Stoff Formaldehyd konnte indes nicht festgestellt werden. Lediglich das Nebelfluid Propylenglykol, das auch in herkömmlichen Tabakzigaretten enthalten ist, wurde freigesetzt. Lungenärzte gehen davon aus, dass das für die Sichtbarkeit des Rauches verantwortliche Propylenglykol die Lunge reizen kann, wenn es in größeren Mengen eingenommen wird.

Als komplette, toxikologische Einschätzung möchten die Forscher des Fraunhofer-Instituts ihre Tests aber nicht verstanden wissen. Auf jeden Fall bedarf es weiterer Testreihen, um die gesundheitlichen Folgen langfristig abschätzen zu können.

Das Thema Qualm ist auch in der Türkei geradezu omnipräsent. Die Türken schafften es im Ranking der 34 OECD-Staaten immerhin auf Platz fünf. Das ist das Ergebnis eines OCED-Berichts der Jahre 2011 bis 2012. Doch erste Kampagnen zeigen bereits Wirkung: Mittlerweile ist der Anteil der Raucher auf 27 Prozent gesunken. Nach wie vor ist Rauchen allerdings die häufigste Ursache für Krebs in der Türkei (wie das türkische Gesundheitsministerium mitteilt, werden 100,000 der 150,000 jährlich neu auftretenden Krebsfälle durch das Rauchen verursacht – mehr hier)

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