Konzert unterbrochen: Florence & The Machine stoppen prügelnde Fans

Der Jubel ist euphorisch. Die Band beginnt zu spielen. Dann setzt die glockenhellen Stimme von Florence Welch ein. Das Konzert von Florence & The Machine in Aberdeen ist in vollem Gange. Einige Störenfriede in den Zuschauerreihen scheint das allerdings wenig zu stören. Sie sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass die Sängerin und ihre Band das Konzert unterbrechen.

Eigentlich gilt diese schöne Regel für Konzerte jeglicher Art: Kämpfe sind nicht erlaubt. Doch was sonst die Angelegenheit der imposant aussehenden Sicherheitskräfte am Bühnenrand ist, hat Florence & The Machine Frontfrau Florenche Welch am vergangenen Sonntagabend im schottischen Aberdeen kurzerhand selbst in die Hand genommen.

Das Treiben in der AECC Arena von oben beobachtend, winkte sie nach der Hälfte eines Songs ab und schritt fest entschlossen zur Tat. Einfach den Krawall zu übersingen, das kam für die Singer-Songwriterin mit der einzigartigen Stimme offenbar so gar nicht in Frage. Wer Schuld an der Situation war, das interessierte sie herzlich wenig. Vor dem gesamten Publikum wies die 26-Jährige die Kampfhähne zurecht und verlangte sofort damit aufzuhören – unter johlendem Beifall der übrigen Menge.

Die Herrschaften gehorchten und Florence sprang am Ende sogar selbst ins Publikum, um einen weinenden Fan  mit einer innigen Umarmung trösten. So sind sie eben die Briten, höflich, aber entschieden. In diesem Sinne: „Shake it out“.

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