EU: Visa-Liberalisierung nur, wenn die Türkei Rückholabkommen unterzeichnet

Seit Jahren fordert die Türkei nichts stärker von der EU als Visafreiheit für türkische Staatsbürger. Obwohl die Türkei zum Schengen-Raum gehört, können Türken nicht frei reisen. Die EU will diese Forderung nun nutzen, um ein Rückholabkommen für illegale Immigranten zu erwzingen.

Schon wieder wird die Türkei hingehalten: Verhandlungen zur Visa-Erleichterung will die EU nur aufnehmen, wenn die Türkei vorher das geforderte Rückholabkommen für Immigranten unterzeichnet.

Zu Beginn der Woche hat die EU der Türkei offenbar eine Roadmap zukommen lassen, die die schrittweise Lockerung der Visa-Regelungen darlegt. Doch bevor dieses Papier überhaupt besprochen werden könne, müsse die Türkei einen Deal unterzeichnen, der regelt, dass Immigranten, die nachweislich über die Türkei als Transitland in die EU gekommen sind, wieder in die Türkei zurückgeschickt werden können. Hier muss sich dann um alles weitere gekümmert werden. Nach Unterzeichnung werde die EU sechs Monate lang kontrollieren, ob das Abkommen eingehalten werde, wie die Tageszeitung Zaman berichtet.

Nach Angaben der Zeitung habe Ankara allerdings entschieden abgelehnt, denn auch bei Unterzeichnung des Abkommens, hat die Türkei keine Garantie auf Visafreiheit, allein der Beginn der Gespräche wird damit versichert.

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