Erste Hochrechnungen: Ägypter wollen Mursis neue Verfassung

Die Mursi-Regierung in Ägypte feiert bereits nach der ersten Wahlrunde ihren Sieg. Die Opposition glaubt allerdings, dass es bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Einschüchterugsversuche werden aus verschiedenen Provinzen berichtet.

Am Samstag sind über acht Millionen Ägypter an die Wahlurnen gegangen, um über die geplante Verfassungs-Änderung zu entscheiden. Präsident Mohamed Mursi will unter anderem, dass Religionsgelehrte mehr Macht erhalten. Kritiker sehen darin den ersten versuch, Ägypten zu einem Gottesstaat zu machen. Oppositionelle hatten am Wahltag mit Einschüchterungsversuchen zu kämpfen. Ersten Hochrechnungen zufolge soll die Mehrheit der Ägypter nach dem ersten Wahlgang für die Änderung gestimmt haben. Nicht offizielle Zahlen der Muslimbrüger besagen, dass 56,5 Prozent mit „Ja“ gestimmt hätten. Am kommenden Samstag folgt allerdings noch eine zweite Wahlrunde.

Schon während der Wahl soll es zu Einschüchterugsversuchen gekommen sein, berichten Oppositionelle aus verschiedenen Provinzen. Demnach soll in Wahllokalen dazu aufgerufen worden sein, mit „Ja“ zu stimmen und es wurde berichtet, dass Lebensmittel von Regierungstreuen verteilt worden seien.

Nach der Schließung der Wahllokale wurde zudem das Büro der liberalen Wafd-Partei in Kairo attackiert, wie die Webseite Egypt Independent berichtet.

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