Wegen Türkei-Propaganda: Griechisches Staatsfernsehen feuert Geschäftsführer

Türkische Serien sind auch in Griechenland beliebt. Eine Doku-Serie, die die gesellschaftlichen Auswirkungen der Serie untersuchte sollte, sorgte nun für den Rausschmiss des Geschäftsführers. Er habe sich der Propaganda schuldig gemacht, heißt es.

Der staatliche Sender ERT hat seinen Geschäftsführer Kostas Spiropoulos entlassen. Grund dafür ist, da ist sich Spyropoulos sicher, sei die Dokumentation „Kismet“ gewesen, die er finanziert hat, erklärte er nun der türkischen Nachrichtenagentur Anatolia. Gemeinsam mit dem Sender Arte untersuchte ERT mit der Doku-Serie die Wirkung türkischer Serien in Griechenlnd und anderen Ländern, in denen die Soaps so erfolgreich sind. Das sei „türkische Propaganda“ gewesen, meint der Vorstand des Senders und Spiropoulos musste gehen.

Alles Quatsch, sagt er. „Kismet lobt nicht die türkischen Serien, sondern zeigt die billige türkische Propaganda auf, die mit ihnen betrieben wird“, erklärt er weiter. Vor allem der griechischen Politik sind die Serien ein Dorn im Auge. So forderte die rechte Chrysi Avgi Partei, den Verbot türkischer Serien insgesamt.

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