Gute Reise: Türkei schickt zweiten Beobachtungssatelliten ins All

Erst im vergangenen August feierte der erste türkische Bodenobservierungssatellit RASAT 365 erfolgreiche Tage im All. Jetzt legt die Türkei bereits nach. An diesem Dienstag soll es für das zweite, rein türkische Fabrikat ernst werden. Göktürk-2 startet von China aus in den Weltraum.

Eigentlich sollte Göktürk-2 erst am kommenden Mittwoch ins All geschossen werden. Dann wurde der Start jedoch auf Grund widriger Witterungsbedingungen in China nach vorne verlegt. Los geht es nun an diesem Dienstag um 18.12 Uhr türkischer Ortszeit vom Jiuquan Satellite Launch Center (JSLC) an der Grenze zur Mongolei in der Wüste Gobi. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Göktürk-2 ist der erste türkische Beobachtungssatellit, der gemeinsam vom wissenschaftlichen und technologischen Forschungsrat der Türkei (TÜBITAK) und dem türkischen Luft- und Raumfahrtkonzern (TUSAŞ) gebaut wurde. Nach Angaben von TÜBİTAK werde das Gerät etwa 686 Kilometer über dem Erdboden operieren. Das erste Signal erwarte man in Ankara gegen 21.25 Uhr. Erste Bilder sollen dann zwischen dem 25. umd 30. Dezember folgen.

Der Start von Göktürk-2 wird in Ankara live übertragen. Unter den Zuschauern wird auch der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan erwartet. Der Satellit verfügt über eine Auflösung von 2,5 Metern und werde nach Angaben des Blattes vor allem für Bildanfragen der türkischen Streitkräfte (TSK), der Landwirtschaft, für Verkehr und für die Stadtentwicklung genutzt.

RASAT, der erste rein türkische Beobachtungssatellit wurde am 17. August 2011 erfolgreich ins All befördert (der Start erfolgte vom Raketenstützpunkt Jasny nahe der kasachischen Grenze aus – mehr hier). Göktürk-2 ist seinem gut 100 Kilogramm leichten Vorfahren nun hinsichtlich seiner Ausmaße als auch seiner Auflösung überlegen. Er ist viermal so schwer und liefert dreimal so scharfe Bilder. Das Ziel hinter allen Bemühungen: Die Türkei will sich mit Hilfe der eigenen Satelliten unabhängiger von den im Weltraum gesammelten Daten anderer Nation machen (es gibt derzeit Planungen in Ankara das größte Forschungszentrum der Türkei zu erreichten – mehr hier).

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