NATO-Einsatz: Erste Bundeswehrsoldaten in der Türkei eingetroffen

Nur wenige Tage nach dem „Ja“ des Bundestags zum Einsatz der Bundeswehr in der Türkei, sind am vergangenen Montag die ersten Soldaten in der südtürkischen Provinz Kahramanmaraş eingetroffen. Die Patriot-Raketenabwehr-Systeme selbst werden erst Ende Januar einsatzbereit sein.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anatolia berichtet, sei das deutsche Aufklärungsteam bereits am vergangenen Montag in Kahramanmaraş angekommen, wo später auch die deutschen Patriot-Systeme installiert werden sollen. Die Delegation soll mit einer Frachtmaschine der türkischen Streitkräfte in Adana gelandet sein. Begleitet wurden die Deutschen dabei von Vertretern der türkischen Luftwaffe. Nach einer Nacht auf dem Luftwaffenstützpunkt İncirlik ging es an diesem Dienstag weiter zum späteren Einsatzort.

Das militärische Gerät aus Deutschland wird gut 120 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt eingesetzt und dient hauptsächlich dem Schutz der Zivilbevölkerung in und um Kahramanmaraş (Die Raketen haben zudem nur eine Reichweite von gut 68 Kilometern – mehr hier). Das Mandat sieht zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2014 vor (im Rahmen der namentlichen Abstimmung im Bundestag votierten am vergangenen Freitag 461 Abgeordnete mit „Ja“ und auf der anderen Seite nur 85 mit „Nein“ – mehr hier).

Soldaten ab 23. Dezember verlegebereit

Bestätigt wurde die Ankunft des Teams unterdessen auch von Oberst Marcus Ellermann, Kommodore des Flugabwehrgeschwaders 1 Schleswig-Holstein. Wie die Rheinische Post berichtet, wolle die Bundeswehr Ende Januar, spätestens Anfang Februar in der Türkei einsatzbereit sein. Demnach gehörten zwei Kampfstaffeln der Flugabwehrraketengruppen 21 und 24 mit 170 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern zum ersten Kontingent. Darüber hinaus seien, so Oberst Ellermann weiter, bis zu 230 Unterstützungskräfte, unter anderem Führungskräfte, Feldjäger, Sanität sowie Logistkräfte vorgesehen. Auch diese sollen ihm zufolge ab dem 23. Dezember verlegebereit sein.

Das schwere militärische Gerät wird hingegen über den Seeweg in die Türkei transportiert. Der Startschuss hierfür soll Anfang Januar fallen.

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