Patriot-Einsatz: Türkei: erwartet 2000 ausländische Soldaten

Ein erstes deutsches Aufklärungsteam ist bereits im Land, eine ganze Reihe weiterer Militärs sollen folgen. Die Türkei erwartet im Zuge des bevorstehenden NATO-Einsatzes rund 2000 Soldaten, die sich in den Provinzen an der türkisch-syrischen Grenze verteilen werden, um dort die angeforderten Patriot-Systeme zu bedienen. Wo sie alle untergebracht werden sollen, ist derzeit allerdings noch offen.

Wurde die Zahl der Soldaten, die im Zuge des NATO-Einsatzes in die Türkei gesandt werden, noch Anfang Dezember von der türkischen Presse auf gut 600 geschätzt, wurde diese Zahl nun deutlich nach oben korrigiert (man rechnete mit 6 Patriot-Systemen und 600 Soldaten – mehr hier). Wie die türkische Zeitung Zaman nun berichtet, rechne das Land mit dem Einsatz von 2000 Soldaten entlang seiner Grenze zu Syrien.

Türkische Soldaten stehen ausländischen Kameraden zur Seite

Mittlerweile haben sowohl Deutschland als auch die Niederlande und die USA dem Patriot-Einsatz zugestimmt. Die Folge: Für rund ein Jahr würden nun 2000 ausländische Soldaten in der Türkei stationiert werden, um die angeforderten Patriot-Boden-Luftverteidigungs-Systeme zu betreiben und die Türkei so vor einer möglichen Bedrohung aus Syrien zu schützen. An der Mission werden auch Hunderte türkische Soldaten beteiligt sein. Sie sollen wiederum die Sicherheit für ihre ausländischen Kollegen gewährleisten.

Die zwei US-amerikanischen Patriot-Systeme sollen in der südtürkischen Provinz Adana stationiert werden, die aus den Niederlanden in die südwestliche Provinz Gaziantep. Etwas weiter von der Grenze entfernt, in Kahramanmaraş, ist die Stationierung der Deutschen vorgesehen (dort sind bereits erste Soldaten eingetroffen – mehr hier). Bis Ende Januar oder Anfang Februar sollen die Patriots dann einsatzbereit sein.

Ob die 2000 Soldaten in Militärbasen oder gar in zivilen Hotels untergebracht werden, ist derzeit noch offen. Abhängig sei das, nach Angaben des Blattes, davon, wo die Patriots exakt aufgestellt würden. Der Einsatz der Patriot-Systeme werde zudem als Schulung der Alliierten gewertet, die das System nun gegen jegliche reale Bedrohungen am Boden testen könnten. Bislang testete die Bundeswehr bereits auf einem Übungsplatz auf Kreta:

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