„Person of the Year“: Barack Obama gewinnt Titel zum zweiten Mal

Das Time Magazine hat den kürzlich wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama bereits zum zweiten Mal zur „Person of the Year“ ernannt. Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan stand nach seinem polarisierenden Ergebnis von 2011 in diesem Jahr überhaupt nicht zur Abstimmung.

Barack Obama, so fasst die türkische Hürriyet derzeit zusammen, ist nach seiner Wahl zur „Person of the Year 2012“ nicht nur der erste farbige wiedergewählte US-Präsident und obendrein Friedensnobelpreisträger. Im Rahmen der Abstimmung stach er unter anderem die von vielen favorisierte pakistanische Teenager-Aktivistin Malala Yousafzai aus.

Auf seine Cover zeigt das Magazin Obama nun in einer nachdenklichen Pose. Die Auszeichnung verdiene er, so das Medium, da er als Symbol und eine Art Architekt des neuen Amerikas gelte. Er war der erste Präsident seit Franklin Delano Roosevelt, der auf mehr als 50 Prozent der Stimmen in zwei Wahlen kam und der erste Präsident seit 1940, der trotz einer Arbeitslosenquote von über 7,5 Prozent wiedergewählt wurde. Erst im vergangenen November schlug Obama seinen Kontrahenten Mitt Romney überraschend deutlich – und das trotz einer chronischen Wirtschaftskrise.

Toleranz und Vielfalt sind amerikanische Stärken

„Im Jahr 2012 fand er und schmiedete eine neue Mehrheit, wandte Schwäche in Chancen und versuchte, inmitten großer Not, eine noch perfektere Einheit zu schaffen“, sagte Time, die Obama bereits im Jahr 2008, als er Amerikas erster schwarzer Präsident wurde, zur „Person of the Year“ ernannte. „Die Wahrheit ist“, so Obama zum Time Magazine, „dass wir ein stetig vielfältiger und toleranter werdendes Land sind, das die Unterschiede der Menschen schätzt und Leute respektiert, die nicht wie wir sind. Das ist eine zutiefst gute Sache. Das ist eine der Stärken von Amerika.“

Einer, der in dieserm Jahr fehlte, war der türkische Premier Erdoğan. Im vergangenen Jahr hat er die Leser des Time Magazine polarisiert (auch Obama spaltete die Gemürter – mehr hier), in diesem Jahr stand er überhaupt nicht zur Debatte. In der Leserabstimmung des Mediums zur „Person of the Year 2012“ tauchte der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan diesmal gar nicht erst auf. Das Rennen entschied sich am 12. Dezember (vor einem Jahr schaffte er es sogar aufs Time-Cover – mehr hier).

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