Das Leben des Propheten Mohammed: Firma in Katar will 1-Milliarde-Dollar-Serie produzieren

Die in Katar ansässige Alnoor Holding will das Budget für eine geplante Serie über das Leben des Propheten Mohammed drastisch anheben. Vor drei Jahren war noch eine Summe von 1,5 Millionen Dollar im Gespräch. Jetzt ist gar von einer Milliarde die Rede. Die eigentliche Herausforderung liegt allerdings nicht im finanziellen Bereich.

Die Filmbiographie soll als eine siebenteilige Reihe, statt der ursprünglich angekündigten dreiteiligen Serie, produziert werden und über ein Gesamtbudget von einer Milliarde Dollar verfügen, so der Vorsitzende der Alnoor Holding, Ahmed Al-Hashemi, zur Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben des Unternehmens habe ein Team bestehend aus Fachleuten mittlerweile die Arbeiten am Drehbuch abgeschlossen und dabei nicht wenige künstlerische wie auch dramatische Herausforderungen gemeistert. Alnoor gab bereits im Jahr 2009 bekannt, dass man die von Barrie Osborne produzierte Filmreihe finanzieren wolle. Immerhin hatte man es mit Osborne mit einem echten Hollywood-Veteran mit mehr als 40 Jahren Erfahrung und großen Werken wie „Der Herr der Ringe“ und „Matrix“ zu tun.

Einfach wird das Unterfangen allerdings nicht. Denn selbstverständlich darf Mohammed aus Respekt vor der islamischen Tradition, die Bilder des Propheten verbietet, innerhalb der Filme nicht zu sehen sein (RTÜK rügte kürzlich CNN, dass der Prophet beleidigt worden sei – mehr hier). Zudem werde, so berichtet die türkische Zeitung Hürriyet, der in Katar wohnhafte, gleichermaßen bekannte wie umstrittene Theologe Scheich Sheikh Yusuf Qaradawi beratend zur Seite stehen.

Die Produktion selbst werde auf Englisch erfolgen und dann in mehrere Sprachen übersetzt werden. Ziel ist es, „das falsche Bild des Westens über den Islam zu korrigeren“. (um Informationen, die international verstanden werden, geht es auch bei Englischkursen für Imame – mehr hier)

Mehr zum Thema:

Von Turkish Airlines verstoßen: „Muhteşem Yüzyıl” läuft jetzt bei Emirates
Türkische Moralapostel: Staatsfernsehen sendet „historisch korrekten“ Sultan-Comic
RTÜK: Simpsons-Strafe soll Kinder, nicht Gott schützen


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.