Nach Schlaganfall: Irakischer Präsident Talabani zur Behandlung in Deutschland eingetroffen

Der irakische Präsident Dschalal Talabani ist an diesem Donnerstag zur medizinischen Behandlung in der Bundesrepublik eingetroffen. Der kurdische Politiker hatte einen Schlaganfall erlitten und wird nun in Berlin weiter versorgt.

Der 79-jährige Dschalal Talabani wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters seit diesem Donnerstag in einem Haus der Berliner Charité behandelt. Seine Anwesenheit sei durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bestätigt worden. Dieser wünsche Talabani „eine schnelle und vollständige Genesung“.

Der Politiker, der schon in der Vergangenheit unter gesundheitlichen Problemen litt und zur Behandlung ins Ausland gereist war, hatte am vergangenen Montagabend einen Schlaganfall erlitten und war zwischenzeitlich sogar ins Koma gefallen. Ob er sein Amt weiter ausüben könne sei derzeit noch völlig unklar. Immerhin geht es ihm drei Tage soweit gut, dass transportiert werden konnte.

https://www.youtube.com/watch?v=LHHmI__Lj4c

Was ein Rückzug Talabanis, der als wichtiger Vermittler zwischen den schiitischen, sunnitischen und kurdischen Bevölkerungsgruppen gilt, für die Zukunft des Landes bedeuten könnte, mögen sich Beobachter derzeit noch nich einmal ausmalen (im September fror die Regierung Lizenzen türkischer Firmen ein – mehr hier). Nur wenige Tage vor seiner Erkrankung, so Reuters, habe er noch einen Territorialstreit zwischen ethnischen Gruppen moderiert. Ein Machtkampf um die Nachfolge des ersten kurdischen Präsidenten des Landes, könnte schwerwiegende Schäden für das ohnehin zerbrechliche Gefüge des Irak zur Folge haben (erst Anfang November unterzeichneten die Türkei und der Irak einen Erdöl-Pakt – mehr hier).

Mehr zum Thema:

Schokolade zur Schlaganfallprävention
Schlaganfall: Ein Dopingmittel soll jetzt helfen
Auf der Suche nach Heilung: Türkei empfängt jedes Jahr mehr als 200.000 Patienten

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.