Weihnachts-Appell: Koordinationsrat der Muslime ruft zu gegenseitigem Respekt auf

Einer der höchsten Feiertage der christlichen Kirche rückt näher und näher. Zum Weihnachtsfest ergreift auch der Koordinationsrat der Muslime (KRM) die Gelegenheit, sich via Grußbotschaft an die Bürgerinnen und Bürger des Landes zu wenden. Darin ruft dieser zu einem friedlichen Miteinander der Kulturen und Religionen auf.

Viele in Deutschland lebende Türkei-stämmige sind mit Weihnachten groß geworden, haben die christlichen Bräuche und Traditionen bei ihren Mitschülern oder den Nachbarn kennen und lieben gelernt. Wie Weihnachten gefeiert werden sollte und ob überhaupt, darüber herrscht zwar keine Einigkeit, dass die Feiertage jedoch eine Zäsur im Jahreskalender darstellen, dass steht außer Frage.

„Feste gehören zum Bestandteil gesellschaftlichen Lebens, sei es aus religiösem oder weltlichem Anlass. Mit dem Weihnachtsfest erfreuen sich Christen an der Geburt des für sie wichtigsten Menschen, Jesus (Friede sei mit Ihm). Es ist ein Fest der Familie, der Besinnlichkeit und der Nächstenliebe“, meint der Koordinatiosrat der Muslime (KRM). Auch der Rat, in dem sich vier große muslimische Verbände in Deutschland zusammengeschlossen haben, nutzt das Fest, neben zahlreichen christlichen Würdenträgern und Persönlichkeiten aus der Politik, für eine Botschaft an die Nation (derzeit nimmt die Intoleranz auf Grund der  Religion zu  – mehr hier).

Neben dem Gebet sind aber auch Taten wichtig

Darin wirbt der Sprecher des Koordinationsrats, Erol Pürlü, für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen. Christen nähmen die Geburt Jesu zum Anlass gemeinsam mit Familie und Freunden zusammenzukommen und Gott zu gedenken, für Frieden und Gesundheit auf der ganzen Welt zu beten. Neben dem Gebet seien aber auch Taten wichtig.

„Die Verantwortung für ein friedliches Miteinander von Kulturen und Religionen vor Ort liegt bei uns, den Menschen in Deutschland. Lassen Sie uns daher weiterhin im Jahre 2013 gemeinsam für eine Gesellschaft, die von gegenseitigem Respekt und Anerkennung geprägt ist, engagieren“, so Pürlü weiter. Immerhin, auch Muslime würden mit Jesus Christus eine „große und vorbildliche Persönlichkeit“ verbinden. Seine Geburt werde in der 19. Sure des Korans, die nach Maria benannt ist, erwähnt (radikal US-Christen fühlen sich durch den Islam bedroht – mehr hier).

Rund 2,2, Milliarden Christen, also gut 31,5 Prozent der gesamten Menschheit und damit die größte Religionsgemeinschaft weltweit, läuten mit dem 24. Dezember das Fest der Geburt Christi ein.

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