Wirtschaftswachstum: Bis 2050 hat die Türkei den Westen überholt

Im Augenblick kommt eine „neue Welle“ aufstrebender Volkswirtschaften empor, die die westlichen Nationen bereits bis zum Jahr 2050 hinter sich lassen werden. Unter diesen vielversprechenden Ländern soll sich auch die Türkei befinden. Rosige Aussichten, die dem Land nicht zum ersten Mal bescheinigt werden.

Bereits Ende November zeichnete das Handelsblatt ein optimistisches Zukunftsbild der türkischen Wirtschaft. Unter den Top 10 der wichtigsten Volkswirtschaften für das Jahr 2050 sah die Redaktion auch die Türkei.

Das Land am Bosporus werde für deutsche Unternehmen immer interessanter. So biete die Türkei nicht nur viele konsumfreudige Käufer direkt vor Ort, sondern sei auch ein ideales „Sprungbrett“ für eine weitere Orientierung gen Osten (das Land besticht durch ein ausgesprochen günstiges Profil – mehr hier).

Türkei wird eine der größten Volkswirtschaften Europas

Jetzt legt der britische Guardian nach. Die im Artikel „New-wave economies going for growth“ zitierten Ökonomen prognostizieren, dass die türkische Wirtschaft größer sein werde als die von Italien und insgesamt eine der größten im Europa des Jahres 2050. Nach den so genannten BRICS- Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, sei demnach eine zweite Welle im Entstehen, die schnell wachse und den West bis 2050 gar überholen könnte. So würden zum Beispiel auch Indonesien und Mexiko wichtige Volkswirtschaften wie Deutschland und Großbritannien überrundet haben.

„Sie sind groß“, kommentiert der Guardian diese aufgehenden Sterne. „Sie haben junge und wachsende Bevölkerungen.  Sie haben in Infrastruktur und Bildung investiert. Und sie wachsen derart schnell, dass sie den Neid des Rezessions gebeutelten Westens auf sich ziehen.“ Würden diese Nationen ihre Entwicklung auch im Jahr 2013 fortsetzen, so würden diese nach Ansicht der Redaktion sicherlich schon bald die Top 20 dominieren (um weiter zu wachsen, muss die Türkei aber über die Grenzen der Fertigung und Erstellung von Designs anderer hinausgehen – mehr hier).

Der Westen muss am Verhandlungstisch Platz schaffen

„Bis Mitte der 2000er war es unmöglich, über die Zukunft der Weltwirtschaft ohne die Anwesenheit von China und Indien zu diskutieren. Als dann 2008 ein zweite große Depression aufkam, wurden die G20 geformt. Dazu gehörten nun nicht mehr nur die G8 und die BRICS-Schwellenländer, sondern die strategisch immer wichtiger werdenden Staaten, wie Indonesien, Türkei, Südkorea, Mexiko, Argentinien und Südafrika. Und aktuelle Entwicklungen zeigen, dass in absehbarer Zeit noch mehr Plätze am Verhandlungstisch erforderlich sein werden.“ (die türkische Opposition ist da weitaus weniger optmistisch – mehr hier)

Mehr zum Thema:

E.ON zieht es in die Türkei: Deutscher Energiekonzern erwirbt 50 % von Enerjisa
Jobmarkt Türkei: Allein 170.000 ausländische Bewerbungen über das Internet in 2012
Platz 5 der wichtigsten Volkswirtschaften 2050: Standort Türkei wird immer wichtiger


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.