NATO-Einsatz: Standorte für Patriot-Systeme stehen fest

Die ersten Bundeswehrsoldaten sind bereits in der Türkei eingetroffen, jetzt stehen offenbar alle Standorte für die von den USA, den Niederlanden und die Bundesrepublik geliferten Patriot-Systeme fest. Neben dem deutschen Standort Kahramanmaraş sind Adana und Gaziantep vorgesehen.

„Deutschland wird seine Patriot-Raketenabwehrsysteme in Kahramanmaraş, die Niederlande ihr militärisches Gerät in Adana und die USA ihre Patriots nach Gaziantep verlegen“, zitiert die türkische Zeitung Zaman die Erklärung eines NATO-Sprechers. Die Standorte, so heißt es weiter, seien gemeinsam mit dem Gastgeberland Türkei und in enger Abstimmung mit dem Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) abgestimmt worden (die Türkei hofft auf einen Fall Bashar al-Assads bereits im März 2013  – mehr hier).

Deutsche Soldaten sind an Weihnachten noch zuhause

Die Verlegung der Patriots erfolge binnen der nächsten Wochen. Bereits Ende Dezember, so berichtet die Hürryiet, gehe es los. Insgesamt werden sechs Patriot-Systeme in die Türkei gebracht und sollen in der zweiten Januarhälfte einsatzbereit sein. Noch einmal stellt die Erklärung heraus: „Es wird keine Unterstützung für eine Flugverbotszone oder eine andere offensive Operation geben. Ziel ist es, mögliche Gefahren für die Türkei abzuwenden, die türkische Bevölkerung und das Land zu schützen und eine Deeskalation der Krise an der süd-östlichen Grenze der NATO herbeizuführen.“

Gerät aus Sanitz und Bad Sülze in Mecklenburg-Vorpommern

Kahramanmaraş sowie Adana liegt gut 100 Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze entfernt. Gaziantep liegt mit einer Distanz von rund 60 Kilometern deutlich näher am Krisengebiet (US-Flugzeugträger haben bereits vor der Küste Stellung bezogen – mehr hier). Die Bundeswehr wird bis zu 400 Soldaten in die Türkei entsenden. Das Weihnachtsfest sollen die Soldaten allerdings noch zuhause verbringen dürfen. Das Gerät kommt aus Sanitz und Bad Sülze in Mecklenburg-Vorpommern. Gleich starke Einheiten werden auch von den beiden anderen NATO-Partnern erwartet. Ein Vorauskommando der Bundeswehr ist bereits in der Türkei eingetroffen:

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