Neues Finanzzentrum: Niederlassungen ausländischer Banken eröffnen in der Türkei

Um eine Krise wie 2002 zu verhindern, sprach die türkische Bankenaufsichtsbehörde (BDDK) seitdem keine Genehmigungen für ausländische Banken mehr aus. Im Hinblick auf das neue Finanzzentrum Istanbul scheint sich diese Politik gelockert zu haben. Nun eröffnet schon die zweite Niederlassung einer ausländischen Bank in der Metropole.

Die Türkei möchte unbedingt mit Istanbul zu den weltweit größten Finanzzentren gehören (mehr hier). Um mit New York oder London mitzuhalten, ist allerdings noch viel Arbeit erforderlich. Zumindest wird nun auch immer mehr der internationale Finanzsektor auf die türkische Metropole aufmerksam und investiert in die junge Stadt.

Aktuell hat die Bank of Tokyo-Mitsubishi, Japans größter Kreditgeber, eine Genehmigung zur Eröffnung einer Niederlassung mit einem Kapital von 300 Millionen Dollar erhalten. Die Bank wird sich vermutlich auf die Geschäfte der japanischen Unternehmen, von denen es in Istanbul 139 gibt, konzentrieren.

Auch die Commercial Bank of Qatar hat Interesse bekundet, wie türkische Medien berichten. Analysten glauben, so die Hürriyet, dass in den kommenden Monaten vor allem die Banken der Golfstaaten Chancen in der Türkei nutzen wollen werden.

Doch nicht die Zurückhaltung der ausländischen Banken ist schul daran, dass sich bisher nicht viel getan hat. Die türkische Bankenaufsichtsbehörde (BDDK) ging bisher sehr streng vor. Grund dafür war die Krise von 2002. Dass nun schon mit der japanischen Bank nach der Eröffnung der libanesischen Bank Audi die zweite Genehmigung für eine Niederlassung in kurzer Zeit erfolgte, zeigt, dass sich die Politik der BDDK offenbar geändert hat.

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.