Israels Ex-Premier Olmert: „Ich hätte mich bei Erdoğan für Mavi-Marmara entschuldigt“

Der Mavi Marmara Vorfall hat die türkisch-isrealischen Beziehungen nachhaltig geschädigt. Der ehemalige israelische Premier Ehud Olmert meint, so weit hätte es nicht kommen müssen. Die Regierung hätte sich bei der Türkei entschuldigen müssen und versuchen müssen, einen Kompromiss zu erzielen.

Ehud Olmert, der ehemalige israelische Ministerpräsident Israels behauptet, er hätte auf den Mavi-Marmara Vorfall, bei dem neun türkische Zivilisten ums Leben kamen, ganz anders gehandelt als die israelische Regierung.

„Wenn ich der Premierminister gewesen wäre, hätte ich mich bei dem türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und dem türkischen Volk für den Tod der Zivilisten entschuldigt“, zitiert der Privatsender NTV aus einer Rede Olmerts während der Konferenz eines Juristenverbands, an der er teilnahm.  Er hätte die türkische Regierung nach dem Vorfall kontaktiert, um „einen Kompromiss zu erzielen“, so Olmert weiter.

Im Mai 201o wurde neun türkische Aktivisten an Bord der Gaza Hilfsflotte Mavi-Marmara getötet, als diese die Gaza-Blockade durchbrechen wollte. Bis heute verlangt die Türkei eine offizielle Entschuldigung. Israel lehnt dies weiterhin ab (die Türkei hat zudem einen Prozess gegen die beteiligten Militärs eröffnet- mehr hier).

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