Belgien: König Albert II. warnt davor, Ausländer zum „Sündenbock“ zu machen

Populismus verleite dazu, die Falschen für die Probleme des Landes verantwortlich zu machen, warnt König Albert II. die Belgier in seiner Weihnachtsansprache. Er appelliert während der Finanzkrise an den Zusammenhalt in der Bevölkerung.

Belgien muss im Zuge der Krise sparen. Wie in allen anderen Ländern, die von Budgetkürzungen und Steuererhöhungen betroffen sind, wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. König Albert II. appellierte deshalb in seiner Weihnachtsansprache, nicht die Ausländer im Land zum „Sündenbock“ zu erklären.

Stattdessen müssten in dieser Zeit die Menschen zusammenhalten, so König Albert II. weiter. „In schweren Zeiten müssen wir wachsam sein, um nicht dem Populismus zu verfallen. Populistische Sichtweisen suchen immer einen Sündenbock“, sagt er. Als „Sündenbock“ würden als erstes Ausländer und Menschen in anderen Regionen des Landes ins Auge fallen. Er erinnerte daran, was diese Art der Problembewältigung in der Krise 1930 für Auswirkungen hatte. Was dies für die „europäische Demokratie“ bedeutet habe, dürfe nie vergessen werden.

Die Originalansprache:

Mehr zum Thema:

Wahlkampf-Skandal in Belgien: Vizeministerpräsident Walloniens wirbt mit PKK Flaggen
Krise verstärkt Spaltungs-Tendenzen in Europa
Griechenland: Rechtsradikale Politiker wollten Waffen ins Parlament schmuggeln

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.