PKK-Entwaffnung: Türkische Regierung verhandelt mit Öcalan

Ein Ende des PKK-Konflikts durch Waffengewalt ist nicht möglich - sowohl die türkische Regierung als auch die PKK selbst haben das erkannt, erklärt ein Berater der Regierung. Um den Terror im Land endgültig zu beenden, soll Öcalan seinen Einfluss nutzen.

Die türkische Regierung steht offenbar mit dem inhaftierten PKK-Führer Öcalan in Verhandlungen über einen Friedensplan. Der Chef-Berater des türkischen Premiers Erdogan, Yalçın Akdoğan, erklärte am Montag, der Geheimdienst spreche mit Öcalan über die Entwaffnung der terroristischen Organisation.

In den vergangenen Monaten stand die Regierung bereits mit Öcalan in Kontakt, um den Hungerstreich kurdischer Inhaftierter zu beenden (mehr zum Hungerstreik – hier). Dass es dabei aber auch um andere Inhalte ging, war bisher nicht bekannt.

Kritiker sind der Ansicht, dass mit Öcalan auf keinen Fall verhandelt werden dürfe. Trotz der Haft ist sein Einfluss auf die PKK allerdings enorm. Akdoğan erklärt, es sei nicht möglich, eine Organisation „allein mit dem bewaffneten Kampf“ niederzuschlagen. Das sei auch der PKK bewusst. „Wir müssen sehen wie Kandil [Hauptsitz der PKK im Nordirak; Anm. der Redaktion] reagiert. Die Organisation hat auch erkannt, dass sie mit Waffengewalt nichts erreicht“, so Akdoğan.

http://www.youtube.com/watch?v=KUGDGeSr8vE

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