Letzte Ehre für indisches Vergewaltigungsopfer: 600 Musiker greifen zur Gitarre

Eine Gruppe von 600 Gitarristen hat dem indischen Vergewaltigungsopfer, das Ende Dezember seinen schweren Verletzungen erlag, musikalischen Tribut gezollt. In Erinnerung an die 23-Jährige stimmten sie gemeinsam den bekannten John Lennon Song „Imagine“ an.

Ziel der riesigen Gruppe, so schreibt die türkische Zeitung Hürriyet, sei es gewesen, mit ihrer Aktion in einem Land, in dem es immer noch gewalttätige Auseinandersetzungen gibt, „Hoffnung, Frieden und Trost“ zu verbreiten.

Zusammen kamen die Gitarristen am vergangenen Donnerstag bei einem Musikfestival im ostindischen Darjeeling. Gut drei Wochen, nachdem die junge Frau in einem fahrenden Bus in New Delhi von sechs Männern brutal vergewaltigt wurde. „Wir haben dieses Lied ausgewählt, weil es von Hoffnung, Frieden und Verheißung handelt“, erklärt Sonam Bhutia, Tourismussekretär von Darjeeling und einer der Festivalorganisatoren der Nachrichtenagentur AFP. Das Stück aus dem Jahr 1971 sei absolut inspirierend, gehe es darin doch um ein Universum ohne Grenze. „Das Tribut war eine Geste unsererseits, um zu zeigen, dass wir in dieser Zeit voll unvorstellbarem Leid in Gedanken bei der Familie
sind.“

Der brutale Angriff auf die Studentin vor den Augen ihres Freundes und ihr Tod am 29. Dezember im Mount Elizabeth Hospitals in Singapur hat landesweite Proteste ausgelöst. Die Demonstranten fordern lautstark nach mehr Sicherheit und eine Überarbeitung der Gesetze, die Verbrechen gegen Frauen, ahnden. Die Asche der Frau wurde mittlerweile im Ganges bestattet.

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