Malala Yousafzai wieder auf den Beinen: Pakistanische Aktivistin verlässt britisches Krankenhaus

Das Taliban-Attentat auf die 15-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai bewegte die ganze Welt. Jetzt, gut drei Monate nach dem lebensgefährlichen Kopfschuss, kann das Mädchen das Krankenhaus in Großbritannien verlassen.

Noch etwas unsicher winkt Malala Yousafzai, umsäumt von zwei britischen Krankenschwestern, zurück. Endlich, drei Monate nach einem Anschlag, der sie fast das Leben gekostet hätte, ist sie wieder auf den Beinen. Bereit, das Elizabeth Hospital in Birmingham zu verlassen.

Noch einmal muss der Teenager, der bei dem Attentat schwerste Schädelverletzungen erlitten hatte – eine Kugel traf ihre linke Braue, durchdrang aber nicht ihren Schädel, sondern schoss unter der Haut entlang der Seite ihres Kopfes und in den Hals -, eine Operation überstehen. Angesetzt ist der Termin nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auf Ende Januar bzw. Anfang Februar dieses Jahres. Die Zeit bis dahin, kann sie nun mit Zustimmung der Ärzte im Kreise ihrer Familie, die auch weiterhin in Großbritannien bleiben darf, verbringen.

Forderungen nach Friedensnobelpreis für Malala

Schon vor dem Attentat auf Malala hatte diese mit ihrem Engagement für weltweites Aufsehen gesorgt. Nach dem 9. Oktober 2012 nahm die Bewunderung und Anteilnahme an ihrem Schicksal noch einmal deutlich zu (ausgerechnet auf dem Heimweg von der Schule lauerten die Attentäter dem Kleinbus auf, mit dem sie nach Hause fuhr – mehr hier). Hunderttausende zeichneten entsprechende Petitionen, die der 15-Jährigen sogar zum Friedensnobelpreis verhelfen sollten.

Auch Klinikdirektor Dave Rosser ist von seiner Patientin begeistert: „Malala ist eine starke junge Frau. Mit den Menschen, die sie behandelt haben, arbeitete sie hart. Ihre Genesung hat hervorragende Fortschritte gemacht.“ Von nun an könne sie sich am besten zuhause erholen. Formals war ihr dort nur gelegentlicher Besuch gestattet gewesen. Dass sie es tatsächlich bis hier hin schafft, daran hatte Vater Yousufzai von Anfang an keinerlei Zweifel: Er war sich sicher, seine Kleine würde wieder aufstehen und ihre Träume wahr werden lassen (das Attentat einte auch die pakistanische Gesellschaft – mehr hier).

https://www.youtube.com/watch?v=atdZyAyXebo

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