Lasst die Elefanten leben! Brigitte Bardot droht Gérard Depardieu nach Russland zu folgen

Um Steuerersparnis geht es dem Weltstar Brigitte Bardot im Gegensatz zu ihrem Landsmann Gérard Depardieu ganz sicher nicht. Die engagierte Tierschützer droht derzeit aus einem ganz anderen Grund Frankreich zu verlassen und dem Kollegen gen Russland zu folgen: Für sie steht das Wohl von Elefanten auf dem Spiel.

Die französische Leinwandlegende Brigitte Bardot soll am vergangenen Freitag damit gedroht haben, es ihrem Landsmann Gérard Depardieu gleich zu tun und ihre Heimat in Richtung Russland zu verlassen. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Hintergrund ihrer Ankündigung ist jedoch nicht eine drohende Reichensteuer von 75 Prozent. Ihr geht es um das Wohl von zwei Elefanten, die an Tuberkulose erkrankt sind. Die leidenschaftliche Tierschützerin will verhindern, dass die beiden Tiere eingeschläfert werden. Geschieht dies doch, so werde auch sie einen russischen Pass beantragen (in der Türkei gab es hingegen Proteste gegen ein neues Tierschutzgesetz – mehr hier).

Baby und Népal leben bereits seit 1999 im Tete d’Or Zoo in Lyon und sollen auf Grund ihrer Erkrankung eine Gefahr für die Gesundheit anderer Tiere und Besucher darstellen. Darauf hin ordnete die Stadtverwaltung bereits im vergangenen Monat an, die 42 Jahre alten Elefanten zu töten. Der Widerstand folgte jedoch auf dem Fuße. Allen voran ihr ursprünglichen Besitzer, Zirkusdirektor Gilbert Edelstein, der ein Gnadengesuch zur Rettung der Tiere an Frankreichs Präsidenten François Hollande richtete und auch die Justiz in den Fall einschaltete. Damit konnte zumindest ein Aufschub über Weihnachten erreicht werden.

Brigitte Bardot spricht bei François Hollande vor

Nun hat sich Bardot bzw. ihre Tierschutzorganisation den Bemühungen Edelsteins angeschlossen. Falls dieser Aufschub nicht permanent gewährt würde, so die 78-Jährige, würde auch sie Frankreich, das in ihren Augen nur noch einem „Tierfriedhof“ gleicht, den Rücken kehren. Bereits Mitte letzter Woche konsultierte sie ebenfalls Hollande mit der Bitte, die unschuldigen Tiere doch zu begnadigen (auch die Türkei hat seit kurzem eine Tierschutzpartei – mehr dazu hier) .

Ende der vergangenen Woche hatte Gérard Depardieu bestätigt, dass er einen russischen Pass beantragt habe. Ein Gesuch, dem der russische Präsident Wladimir Putin nun zustimmte. Der 64-Jährige war vor einer drohenden Reichensteuer über 75 Prozent bereits vor einiger Zeit nach Belgien entflohen. In Russland müsste er maximal 13 Prozent abgeben. Die russische Bevölkerung nahm den Umstand, Depardieu eventuell schon bald als neuen Landsmann begrüßen zu dürfen, mit gemischten Gefühlen auf.

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