Der Fels in der Brandung: Angela Merkel ist zu mächtig, um zu scheitern

Innerhalb der EU hat Angela Merkel, zumindest politisch betrachtet, eine absolute Spitzenposition inne. Entscheidungen fällt sie besonnen. Die Bundesbürger danken es ihr mit einem Beliebtheitsrekord. Doch Peer Steinbrück (SPD) hat etwas dagegen und meldet sich lautstark zu Wort.

An Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt derzeit niemand vorbei: Weder innen- noch außenpolitisch. (Foto:  World Economic Forum/flickr)

An Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt derzeit niemand vorbei: Weder innen- noch außenpolitisch. (Foto: World Economic Forum/flickr)

Dem EU Observer zu Folge steht Angela Merkel hoch im Kurs. Derzeit genieße sie sowohl auf der europäischen als auch auf der nationalen Ebene ein großes Ansehen, was nicht zuletzt auf das Fehlen eines Konkurrenten zurückzuführen sei. Ihr Credo, dass der Reformprozess innerhalb der EU Schritt für Schritt erfolgen müsse, habe sich durchgesetzt und bewährt. Auch ihre Ansicht, dass im Zuge der Wirtschaftskrise im EU-Raum jede Nation zuerst ihre Hausaufgaben machen müsse, hat sich mittlerweile durchgesetzt.

Zuletzt habe sie davor gewarnt, die Schuldenkrise zu schnell abzustreichen. Es müsse mit Geduld weiter an der Eindämmung der Krise gearbeitet werden. Denn die Welt habe ihre Lehren aus der Finanzkrise 2008 noch nicht gezogen, so Merkel in ihrer Neujahrsansprache.

Merkel und CDU/CSU mit Umfragerekorden

So kann Merkel auch bei den Bürgern Rekord-Beliebtheitswerte vorweisen. Dem ARD-Deutschlandtrend  zu Folge sind 70 Prozent aller Deutschen zufrieden mit Merkels Krisenpolitik. Auch die CDU und CSU erreichen mit 41 Prozent ihren besten Wert seit 2007, wohingegen die SPD (29 Prozent), die Grünen (12 Prozent) und die Linke (6 Prozent) Abwärtstrends zu verzeichnen haben. Die FDP (4 Prozent) unter ihrem Vorsitzenden Philip Rösler bleibt schwach.

Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CDU/CSU nach wie vor einen Koalitionspartner bräuchte, um die nächste Regierung bilden zu können (in Sachen Griechenland-Rettung brauchte sie Kritiker in ihren eigenen Reihen nicht zu fürchten – mehr hier).

Peer Steinbrück vs. Angela Merkel

Unterdessen ist Peer Steinbrück darum bemüht, Angela Merkel das Heft aus der Hand zu nehmen und sich als nächsten Kanzler anzubieten. Dabei tritt er bisweilen ins Fettnäpfchen (er soll mit Vorträgen 1,25 Millionen Euro verdient haben – mehr hier). Seine Äußerungen über das zu geringe Kanzlergehalt übertrumpfte er mit der Bemerkung, dass die Kanzlerin vom Frauen-Bonus profitiere und deshalb so beliebt sei. Peer Steinbrück selbst findet laut TNS Forschung bei 54 Prozent aller Deutschen Zustimmung. Eine große Koalition mit der CDU lehnt er kategorisch ab. Der EU Observer stellt fest, dass aufgrund Steinbrücks andauernder faux-pas die SPD immer mehr an prozentualer Zustimmung verlieren könnte. Innerhalb eines solchen Szenarios bliebe der SPD nichts anderes übrig, als einer großen Koalition zuzustimmen.

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