Frieden in Gefahr: Finanzkrise könnte zum Krieg führen

Der Hedge-Fonds Manager Kyle Bass erwartet große Kriege wegen der Schuldenkrise. Noch nie habe die Menschheit bei einer derart hohen weltweiten Schuldenlast den Frieden halten können.

Die hohe weltweite Verschuldung, vor allem in den USA und in Europa, wird nicht nur zu Steuererhöhungen, Renten- und Lohnkürzungen führen. Wenn es nach Kyle Bass, dem Gründer von Hayman Capital Management in Dallas geht, dann führt die Schuldenkrise direkt in den Krieg: „Ich weiss noch nicht, wer gegen wen kämpfen wird, aber ich bin mir sicher, dass in den nächsten Jahren Kriege ausbrechen werden, und nicht nur kleine.“

Bass Berechnungen zufolge belaufen sich die weltweiten Kreditschulden auf 340 Prozent des globalen Marktwertes. Mit so einer Last habe die Welt noch nie in Frieden gelebt, sagte Bass der Nachrichtenagentur Reuters.

Anders als EU-Kommissionspräsident Barroso, der die Schuldenkrise schon als beendet erklärt hat, sieht der Hedge-Fonds Manager Bass vor allem in Portugal Zündstoff für die Eskalation sozialer Konflikte und politischer Spannungen. Portugal will von seinem Verfassungsgericht die Sparmaßnahmen der Troika überprüfen lassen und fühlt sich ungerecht behandelt.

Mit seiner Meinung ist Bass nicht allein. Viele Hedge-Fonds Manager sind der Meinung, Griechenland könne noch dieses Jahr die Eurozone verlassen. Spanien könne nächstes Jahr folgen. Auch IWF-Chefin Christine Lagarde befürchtet eine große Weltwirtschaftskrise.

Investoren spekulieren daher auf künftige Ausschreitungen in Spanien und Griechenland. Die Parlamente werden es schwerer haben, die notwendigen Reformen umzusetzen, wenn die bisher geleisteten Maßnahmen ihre Wirkung verfehlen.

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