Endgültiges Nein von Erdoğan: 2013 keine Formel1 in Istanbul

Schon Anfang Dezember 2012 hatte der türkische Sportminister Suat Kılıç durchblicken lassen, dass die Türkei keine staatliche Mittel bereitstellen würde, um die Rückkehr des türkischen Grand Prix in den Formel Eins Kalender 2013 zu ermöglichen. Diese Haltung wurde nun durch den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan bekräftigt.

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hat das Steuer für die türkischen Formel1-Fans nicht mehr herumgerissen. Wie schon Ende 2012 befürchtet, unterstützt er den Deal, der Istanbul im Sommer 2013 zurück in den Rennkalender bringen könnte, nicht. Das berichtet die türkische Zeitung Hüyrriet.

Nach Angaben von Formel1-Boss Bernie Ecclestone, so heißt es weiter, werde es nun keinen Türkischen Grand Prix geben. Grund sei das nicht Zustandekommen einer Einigung über die jährlich anfallenden Kosten. Insgesamt würden sich die auf gut 20 Millionen Dollar. Noch im vergangenen Jahr hatte man darauf gehofft, 13 Millionen Dollar an staatlichen Fördermitteln zu erhalten, um die kurzfristig entstandene Lücke im Rennkalender 2013 mit der Teilnahme von Istanbul wieder zu füllen (auch 2012 wurde abgesagt – mehr hier).

Kein Geld für die Formel 1: Erdoğan verweigert Zustimmung

Nun hat auch Erdoğan seine Zustimmung verweigert. Das Projekt ist damit obsolet. Damit finden im laufenden Kalenderjahr insgesamt 19 Formel1-Rennen statt.

Die türkischen Grand Prix Organisatoren hatten angekündigt, dass eine mögliche Austragung des Rennens im Sommer 2013 (das für New Jersey angesetzte Rennen kann frühestens 2014 stattfinden – mehr hier) einzig eine Frage des Geldes sei und davon abhänge, ob die Regierung hierfür finanzielle Mittel zur Verfügung stellen würde. Laut Streckenbetreiber solle diese 13,5 Millionen US-Dollar bereitstellen. Eine Aussage, die offenbar völlig aus der Luft gegriffen war. Denn wie der türkische Sportminister Suat Kılıç Anfang Dezember der türkischen Presse erklärte, sei das Rennen eine reine Angelegenheit der Privatwirtschaft. Wenn diese das möchte, so Kılıç, könne sie die Formel 1 wieder in die Türkei holen. Es stehe allerdings außer Frage, dass sich die Regierung daran beteilige.

Mehr zum Thema:

Kalte Dusche für Formel 1-Fans: Türkische Regierung will Grand Prix nicht mitfinanzieren
Formel 1 in der Türkei: Schon nächstes Jahr ein neuer Grand Prix?
Trotz Schulden: Griechische Regierung will 30 Millionen in Bau einer Rennstrecke pumpen

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.