EU vs. Google: Manipuliert die Suchmaschine den Wettbewerb?

Die EU verschärft die Gangart gegen Google: Die Internet-Suchmaschine manipuliere den Wettbewerb und bevorzuge eigene Produkte. Es wird eine saftige Strafe setzen.

Die EU will Google zwingen, die Anzeige von Suchergebnissen zu ändern, zitiert die FT den EU Wettbewerbs-Kommissar Joaquin Almunia. Google verzerre die Wünsche der Kunden und benachteilige die Konkurrenz. Google mache Geld mit diesem Geschäft und missbrauche seine „dominate Stellung“, klagt Almunia.

Die EU-Kritik bezieht sich darauf, dass die Google-Suche die eigenen Dienste wie Google Maps, Details zu Linienflügen oder Preisvergleiche bevorzugt als Ergebnisse anzeigt, meint die FT. Das solle Google ändern. Und wenn das Unternehmen dazu keine zufrieden stellenden Vorschläge mache, sehe sich Almunia „gezwungen“, offiziell Anklage zu erheben. Er habe „keine Angst“ vor einem Rechtsstreit. Almunia ist zuversichtlich, weil vor einem EU-Gerichtshof verhandelt werden wird.

Google hingegen behauptet, dass seine Angebote „gut für die Nutzer“ sind. Dafür spricht, dass in Europa etwa 90 Prozent der Suchanfragen über Google laufen. Doch gegen Brüssel ist das Unternehmen letztlich machtlos. Von einer Umgestaltung der Google-Suche könnten nun seine bisher erfolglosen Konkurrenten profitieren. Vor allem Microsoft hat sich für den Schlag gegen Google stark gemacht, so die FT.

Allerdings werden solche Fälle in der Regel mit deftigen Strafzahlungen beendet. Google hat faktisch unbegrenzt Cash, und die EU kann das Geld wegen ihres eigenen aus dem Ruder gelaufenen Haushalts gut gebrauchen.

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